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Spanischer Verkehrsminister Puente nach schwerem Zugunglück zurückgetreten

  • AFP - 3. November 2026, 21:56 Uhr
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Spaniens Verkehrsminister Oscar Puente
Bild: AFP

Nach dem schweren Zugunglück in Spanien ist Verkehrsminister Oscar Puente zurückgetreten. Er ziehe sich auch von der Liste der Kandidaten für die am 29. November stattfindende vorgezogene Parlamentswahl zurück, teilte Puente mit.

Nach dem schweren Zugunglück in Spanien ist Verkehrsminister Oscar Puente zurückgetreten. Er verzichte nicht nur auf das Amt des Verkehrsministers, sondern ziehe sich auch von der Liste der Kandidaten für die am 29. November stattfindende vorgezogene Parlamentswahl zurück, teilte Puente am Dienstag nach einer langen Anhörung vor dem Parlament mit. Nach dem Unglück hatte er wiederholt ausgeschlossen, sein Amt aufzugeben.

Beim Zusammenprall zweier Hochgeschwindigkeitszüge in der zentralspanischen Region Kastilien-La Mancha waren am Mittwoch vergangener Woche 69 Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche weitere verletzt worden. Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatte ein Mitarbeiter der Zugleitstelle nach einem Ausfall des automatischen Leitsystems falsche Anweisungen gegeben. 

Der Zusammenstoß der Züge war das zweite schwere Bahnunglück in Spanien innerhalb dieses Jahres. Erst im Januar waren auf derselben Trasse zwischen Madrid und Sevilla 46 Menschen ums Leben gekommen, als ebenfalls zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten.

Puente erklärte nun, ein Verkehrsminister könne "nach zwei Unfällen von solcher Schwere in weniger als einem Jahr nicht im Amt bleiben, so unterschiedlich sie auch sein mögen, ob ich dafür nun eine direkte Verantwortung trage oder nicht". Das sei "eine Frage der politischen Würde, der Konsequenz und der Empathie gegenüber den Opfern". Puente erklärte zudem, er habe die Entscheidung über seine Zukunft bereits in den ersten Minuten getroffen, nachdem er von dem Unglück erfahren habe.

Knapp vier Wochen vor der vorgezogenen Parlamentswahl in Spanien steht die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez wegen des Zugunglücks massiv in der Kritik.

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