Politik

EU und Kanada wollen mit neuer Allianz "gemeinsam Krisen standhalten"

  • AFP - 30. Oktober 2026, 17:12 Uhr
Bild vergrößern: EU und Kanada wollen mit neuer Allianz gemeinsam Krisen standhalten
Carney (M.), Costa und von der Leyen am Freitag in Montreal
Bild: AFP

Vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zu den USA und China haben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa den kanadischen Premierminister Mark Carney getroffen, um eine neue Partnerschaft zu besiegeln.

Vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zu den USA und China haben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa in Kanada Premierminister Mark Carney getroffen, um eine neue Partnerschaft zu besiegeln. Beide Seiten wollten noch im Laufe des Freitags beim EU-Kanada-Gipfel in Montreal eine Reihe von Abkommen vorstellen, die Bereiche von strategisch wichtigen Rohstoffen bis zu Künstlicher Intelligenz abdecken.

"Das bedeutet Bezahlbarkeit, mehr Wettbewerb, mehr Auswahl, leichteren Zugang. Es bedeutet Chancen", sagte Carney mit Blick auf eine engere Zusammenarbeit mit der EU vor Beginn der Gespräche. "Und es bedeutet im Kern Souveränität, größere Widerstandsfähigkeit, die Fähigkeit, gemeinsam Krisen standzuhalten."

Zudem wollen Kanada und die EU die Grundlage für eine größer angelegte Allianz schaffen, die auch anderen Ländern offen stehen würde, um globale Handelsstreitigkeiten besser zu bewältigen.

Kanada und die EU leiden unter Chinas Wirtschaftsmacht und der Außen- und Zollpolitik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump. Dieser hatte eine Annäherung Kanadas an die EU im September als "lächerlich" bezeichnet und mit einem Abbruch der Handelsbeziehungen mit der EU gedroht, falls diese US-Interessen schade.

Die EU und Kanada haben bereits das Freihandelsabkommen Ceta abgeschlossen, das seit Jahren vorläufig in Kraft ist und die Einfuhrzölle für rund 98 Prozent der Handelswaren beseitigt.

Weitere Meldungen

Schwieriger Endspurt bei UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan

Stunden vor dem eigentlich geplanten Ende der Weltnaturkonferenz zur biologischen Vielfalt (COP17) in der armenischen Hauptstadt Eriwan haben die Mitgliedstaaten weiter um eine

Mehr
Papst Leo XIV. hat seine Stimme bei den Kongresswahlen in den USA abgegeben

Der in den USA geborene Papst Leo XIV. hat nach Angaben des Vatikans seine Stimme bei den Kongresswahlen in seinem Heimatland per Briefwahl abgegeben. Der Pontifex habe "sein

Mehr
"GenZ"-Proteste: Anklagen gegen Regierung und Appelle für friedliche Demos

Eine "verlassene Jugend" klagt an, die Politik zeigt Verständnis: Vor den geplanten bundesweiten "GenZ"-Protesten haben die Initiatoren die Bundesregierung aufgefordert, die

Mehr

Top Meldungen

NRW-Ministerin begrüßt Evoniks Absage an BASF-Übernahmeangebot

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Nordrhein Westfalens Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) begrüßt, dass Evonik das Übernahmeangebot von BASF zurückweist.

Mehr
Bis zu vier Mal so viel wie im Vorjahr: Ölkonzerne machen Milliardengewinne

Dank der hohen Rohölpreise infolge des Iran-Kriegs streichen die Mineralölkonzerne Milliardengewinne ein: BP aus Großbritannien sowie Chevron und ExxonMobil aus den USA

Mehr
DAK-Chef Storm begrüßt stabilen Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Chef der Krankenkasse DAK-Gesundheit, Andreas Storm, bewertet die Festlegung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags durch das

Mehr