Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts hoher Umfragewerte der AfD in Sachsen-Anhalt warnen Polizeigewerkschaften vor Risiken für Sicherheitsbehörden bei einer möglichen Regierungsübernahme der Partei.
Es gehe um die "Funktionsfähigkeit des demokratischen Rechtsstaates", sagte der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Dirk Peglow, dem "Handelsblatt". Besonders betroffen seien die Innen- und Justizressorts, bei denen es um "Zugang zu sicherheitsrelevanten Informationen" gehe.
Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Heiko Teggatz, sieht zudem weitere Risiken beim Austausch politischer Beamter, etwa Staatssekretären, Abteilungsleitern und Präsidenten von Oberbehörden. "Das birgt natürlich die Gefahr, dass Parteien wie die AfD oder die Linke ihre Parteisoldaten an entscheidender Stelle installieren können", sagte er dem "Handelsblatt". Als Schutzmaßnahme schlug Teggatz vor, die Ernennung politischer Beamter "ausschließlich auf Staatssekretärsebene" zu beschränken.
Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, warnte überdies vor einer Einschränkung des Remonstrationsrechts von Beamten. Dieses Recht ist gesetzlich festgeschrieben und beschreibt das Recht von Beamten, Befehle bei fehlender Rechtmäßigkeit zu verweigern. Kopelke zeigte sich beunruhigt, "wie die AfD das Remonstrationsrecht kritisiert und sicherlich einschränken will". Er hält es für denkbar, dass Regierungsmitglieder der AfD keinen Zugang zu geheimen Dokumenten erhalten. "Wenn es keine Sicherheitsfreigabe gibt, ist die Arbeit einer Landesregierung erschwert", sagte Kopelke dem "Handelsblatt".
Brennpunkte
Polizeigewerkschaften warnen vor AfD-Zugriff auf Sicherheitsdaten
- dts - 18. Mai 2026, 17:27 Uhr
.
Weitere Meldungen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Russland vorgeworfen, auf jedes Verhandlungsangebot mit noch intensiverem Beschuss der Ukraine zu reagieren. "Moskau muss verstehen, dass es
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht Bulgarien auch unter dem neuen bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radew als Unterstützer der
MehrIm Fall der derzeit in Tschechien inhaftierten Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich ist die Verhandlung über deren Auslieferung nach Deutschland auf den 1. Juni vertagt worden.
MehrTop Meldungen
Frankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) - Der französische Großinvestor Ardian festigt seine Präsenz in Deutschland. So investiert er über seinen Infrastruktur-Fonds ACEEF
MehrMünchen (dts Nachrichtenagentur) - Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) kritisiert den Vorschlag von
MehrKöln (dts Nachrichtenagentur) - Der Zolldeal mit den USA hat der EU im Vergleich zu asiatischen Wettbewerbern offenbar einen Vorteil verschafft. Vor allem die Autoindustrie habe
Mehr













