Die Bundeswehr verlegt vorübergehend ein Abwehrraketensystem vom Typ Patriot in die Türkei. Das diene der Unterstützung der Nato-Luftverteidigung an der Südostflanke, teilte das Verteidigungsministerium am Montag vor dem Hintergrund des Iran-Konflikts mit. Die Entsendung - bestehend aus einer Feuereinheit und 150 Soldatinnen und Soldaten aus Husum - soll demnach Ende Juni starten und ist bis September begrenzt.
Die Nato hatte im Zuge des Iran-Konflikts ihre Luftverteidigung in der Türkei kürzlich unter anderem durch zusätzliche US-Kräfte verstärkt. Nun soll die deutsche Einheit den Angaben zufolge eine US-Einheit vor Ort ablösen. Der Einsatz leiste einen Beitrag im Sinne einer "fairen Lastenteilung" beim Schutz des Nato-Luftraums, teilte das Ministerium mit.
"Deutschland übernimmt mehr Verantwortung innerhalb der Nato", erklärte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) dazu. "Das tun wir an der Ostflanke, im Hohen Norden - und nun auch für mehrere Wochen in der Türkei an der Nato-Südostflanke." Vor Ort werde es eine enge Abstimmung mit türkischen und US-Kräften geben.
In der Türkei waren Patriot-Einheiten der Bundeswehr zuletzt von 2013 bis 2015 im Rahmen eines Nato-Einsatzes stationiert. Damals ging es um den Schutz des Nato-Luftraums an der Grenze zu Syrien. Im vergangenen Jahr waren die Flugabwehrraketenkräfte in Polen im Einsatz und zuvor unter anderem in der Slowakei und in Litauen.
Brennpunkte
Bundeswehr verlegt vorübergehend Patriot-Einheit in die Türkei
- AFP - 18. Mai 2026, 16:57 Uhr
Die Bundeswehr verlegt für einige Wochen ein Abwehrraketensystem vom Typ Patriot in die Türkei. Das diene der Unterstützung der Nato-Luftverteidigung an der Südostflanke, teilte das Verteidigungsministerium mit.
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