Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Lockern der Öl-Sanktionen gegen Russland durch die USA vor dem Hintergrund des Iran-Krieges scharf kritisiert. "Dies wird auf jeden Fall zu einer Stärkung der Position Russlands führen", sagte Selenskyj am Freitag nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Elyséepalast in Paris. "Dies trägt nicht zum Frieden bei", fügte er hinzu. Die Lockerung könne Russland bis zu zehn Milliarden Dollar einbringen, wofür Moskau weitere Waffen kaufen könne.Â
Macron zeigte sich verhalten kritisch und nannte die US-Entscheidung eine "zeitlich begrenzte Ausnahme", welche die von den USA selbst beschlossenen Sanktionen nicht dauerhaft infrage stelle. In seinen Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump habe dieser seine Haltung dazu nicht geändert, sagte Macron.
Der französische Präsident verwies auf die gemeinsame Position der G7-Staaten, nach der "der Anstieg der Ölpreise auf keinen Fall zu einer Änderung der Sanktionspolitik führen" dürfe. Darauf hätten sich die Vertreter der G7-Staaten am Mittwoch geeinigt, sagte Macron. Zu den G7, deren Vorsitz Frankreich derzeit hat, zählen auch die USA. "Die gemeinsame Haltung der G7 besteht im Festhalten an den Sanktionen", erklärte Macron. "Die Lage rechtfertigt nicht, sie aufzuheben", fügte er hinzu.
Das US-Finanzministerium hatte zuvor wegen der steigenden Ölpreise infolge des Iran-Krieges eine Lizenz für den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten bis zum 11. April erteilt. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, die Genehmigung solle "die globale Reichweite des bestehenden Vorrats erhöhen". Er versicherte auch, dies werde der russischen Regierung keinen bedeutenden finanziellen Vorteil verschaffen.Â
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Selenskyj: Lockerung von Sanktionen durch die USA stärken Russland
- AFP - 13. März 2026, 14:29 Uhr
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