Politik

UN-Experten prangern "Hassrede" führender US-Politiker an

  • AFP - 11. März 2026, 17:52 Uhr
Bild vergrößern: UN-Experten prangern Hassrede führender US-Politiker an
US-Präsident Donald Trump
Bild: AFP

UN-Experten haben Hassrede führender Politiker in den USA gegenüber Migranten angeprangert und vor einer Zunahme von Rechtsverletzungen gewarnt. Migranten, Flüchtlinge und Asylsuchende würden 'auf höchster Regierungsebene als Kriminelle' dargestellt. Dies gelte insbesondere für US-Präsident Trump.

UN-Experten haben Hassrede führender Politiker in den USA gegenüber Migranten angeprangert und vor einer Zunahme von Rechtsverletzungen gewarnt. Migranten, Flüchtlinge und Asylsuchende in den USA würden "von Politikern und einflussreichen Persönlichkeiten auf höchster Regierungsebene als Kriminelle oder Belastung" dargestellt, erklärte das UN-Komitee zur Beseitigung von Rassismus (Cerd) am Mittwoch. Dies gelte insbesondere für US-Präsident Donald Trump. Die "Hassrede" fördere "Intoleranz und kann zu rassistischer Diskriminierung und Hassverbrechen anstiften", hieß es in dem Bericht des Komitees.

Die zunehmende "rassistische Hassrede" gegenüber Migranten, Flüchtlingen und Asylsuchenden in den USA sei besorgniserregend, erklärte Cerd. Das aus 18 unabhängigen Experten bestehende Komitee wies insbesondere auf die Verwendung "abwertender und entmenschlichender Sprache" sowie gefährdender Stereotype hin.

Die Vorwürfe betreffen laut dem Cerd-Bericht vor allem den "systematischen Gebrauch von Racial Profiling" durch die US-Einwanderungsbehörde ICE und weitere Einsatzkräfte im Zuge des harten Vorgehens der US-Regierung gegen Migranten. Cerd verwies auf mindestens 675.000 Abschiebungen seit Trumps Amtsantritt vor mehr als einem Jahr. Seit Januar seien zudem mindestens acht Menschen bei ICE-Einsätzen oder in ICE-Gewahrsam ums Leben gekommen. Das Komitee verurteilte eine "exzessive Anwendung von Gewalt bei Maßnahmen zur Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen". 

Der Cerd-Bericht folgte auf Antrag der US-Bürgerrechtsvereinigung ACLU vom Februar. Darin hatten die Aktivisten das UN-Komitee aufgefordert, Menschenrechtsverletzungen während des brutalen Vorgehens der Einwanderungsbehörden bei den von Trump angeordneten Abschiebe-Razzien im Bundesstaat Minnesota und an anderen Orten nachzugehen.

Im Januar hatten Beamte von ICE und des Grenzschutzes bei zwei Vorfällen in der Großstadt Minneapolis die US-Bürger Renee Good und Alex Pretti erschossen. Die auf Handy-Videos festgehaltenen Todesfälle sorgten für massive Proteste und internationale Schlagzeilen.

Weitere Meldungen

CSU-Generalsekretär für Bau kleiner Atomkraftwerke

CSU-Generalsekretär Martin Huber hat sich für den Bau kleiner Atomkraftwerke ausgesprochen und sich damit gegen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gestellt. Mit Blick auf

Mehr
Bericht: Union offen für höheren Spitzensteuersatz

CDU und CSU sind laut einem Bericht des Düsseldorfer "Handelsblatts" grundsätzlich offen für einen höheren Spitzensteuersatz. Dies gelte dann, wenn ein solcher Schritt Teil

Mehr
Rheinland-Pfalz: Umfragen vor Landtagswahl sehen enges Rennen von CDU und SPD

Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zeichnet sich ein enges Rennen von CDU und SPD um den Sieg ab. Laut einer Erhebung für das ZDF vom Freitag kann die CDU von

Mehr

Top Meldungen

Reiche will mit Fünf-Punkte-Plan Industrie unter die Arme greifen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat die Bedeutung einer starken Industrie für Deutschland und Europa in Zeiten globaler

Mehr
Ölpreis-Schock könnte Industrielöhne in Deutschland drücken

Halle (Saale) (dts Nachrichtenagentur) - Der jüngste Anstieg der Energiepreise infolge des US-Angriffs auf den Iran könnte auch vielen Beschäftigten in der deutschen Industrie

Mehr
Champignonernte 2025 gestiegen

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Im Jahr 2025 sind in Deutschland 78.400 Tonnen Speisepilze in Betrieben mit mindestens 0,1 Hektar Produktionsfläche geerntet worden. Wie das

Mehr