Wirtschaft

Nach Zugunglücken: Regierung und Lokführer in Spanien einigen sich auf Aktionsplan

  • AFP - 9. Februar 2026, 23:52 Uhr
Bild vergrößern: Nach Zugunglücken: Regierung und Lokführer in Spanien einigen sich auf Aktionsplan
Streikende Bahnmitarbeiter in Barcelona
Bild: AFP

Nach den schweren Zugunglücken in Spanien im vergangenen Monat mit fast 50 Toten haben sich die Regierung und die streikenden Gewerkschaften auf einen Aktionsplan zur Verbesserung der Sicherheit auf den Schienen geeinigt.

Nach den schweren Zugunglücken in Spanien im vergangenen Monat mit fast 50 Toten haben sich die Regierung und die streikenden Gewerkschaften auf einen Aktionsplan zur Verbesserung der Sicherheit auf den Schienen geeinigt. Vereinbart worden seien unter anderem "Investitionen in die Instandhaltung der Infrastruktur" sowie "das notwendige Personal für deren Umsetzung", sagte am Montag ein Sprecher der Gewerkschaft Semaf nach einem Treffen mit Vertretern des Verkehrsministeriums.

Die spanische Regierung verpflichtet sich nach Angaben des Verkehrsministeriums, 1,8 Milliarden Euro in die Instandhaltung der Infrastruktur zu investieren, 3650 Arbeitsplätze zu schaffen und die Eisenbahnsicherheit zu stärken. Die Einigung sei "ein wichtiger Schritt zur Verbesserung des spanischen Bahnnetzes und zur Sicherung seiner zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit", erklärte der spanische Verkehrsminister Óscar Puente nach einem Treffen mit Gewerkschaftsvertretern.

Die Lokführer in Spanien waren am Montagmorgen in den Streik getreten, um mehr Investitionen in Infrastruktur, Sicherheit und Personal zu fordern. Der Arbeitskampf brachte teilweise den Bahnverkehr zum Erliegen, es kam zudem zu vielen Verspätungen. Eigentlich sollte der Streik bis Mittwoch dauern - nach der Einigung mit der Regierung auf den 25 Punkte umfassenden Aktionsplan beendeten die Gewerkschaften aber den Streik.

Am 18. Januar war auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Sevilla ein Zug des privaten Bahnunternehmens Iryo im andalusischen Adamuz entgleist und mit einem entgegenkommenden Zug der spanischen Staatsbahn Renfe zusammengestoßen, der ebenfalls entgleiste. 46 Menschen kamen dabei ums Leben, mehr als 120 Insassen wurden verletzt. Nur zwei Tage später entgleiste in Katalonien ein weiterer Zug. Der Fahrer wurde getötet und mehrere Menschen wurden verletzt.

Weitere Meldungen

Digitalminister plant zentrale Gründungsplattform an

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Um Unternehmensgründungen künftig schneller und einfacher zu gestalten, will das Digitalministerium von Karsten Wildberger (CDU) noch in diesem

Mehr
Reiche hält Versorgung mit Sprit und Gas weiterhin für gesichert

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Trotz Berichten, wonach erste Öltanker auf dem Weg nach Europa umgekehrt sind, um stattdessen andere Ziele anzusteuern, rechnet

Mehr
Haseloff befürwortet Abschwächung von Klimazielen

Magdeburg (dts Nachrichtenagentur) - Sachsen-Anhalts früherer Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat sich für eine Abschwächung der Klimaziele ausgesprochen. "Die

Mehr

Top Meldungen

Bayer drängt auf Bürokratieabbau in Europa

Leverkusen (dts Nachrichtenagentur) - Der Chef von Bayer, Bill Anderson, hat einen verstärkten Abbau der Bürokratie in Europa gefordert. "Wenn Europa technologisch aufholen und

Mehr
Infratest: Zwei Drittel halten eigene Steuerlast für zu hoch

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Zwei Drittel (66 Prozent) der Deutschen fühlen sich laut einer Umfrage für den "Deutschlandtrend" der ARD durch Steuern und Sozialabgaben zu

Mehr
Tankstellenverband wirft Mineralölwirtschaft Preistreiberei vor

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts deutlicher Preissteigerungen an den Tankstellen am Mittwochmittag hat der Interessenverband der Tankstellen der Mineralölwirtschaft

Mehr