Politik

Minnesotas Gouverneur Walz steigt aus Rennen um dritte Amtszeit aus

  • AFP - 5. Januar 2026, 17:37 Uhr
Bild vergrößern: Minnesotas Gouverneur Walz steigt aus Rennen um dritte Amtszeit aus
Tim Walz
Bild: AFP

Aufgrund des zunehmenden politischen Drucks wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Hilfsgeldern während der Corona-Pandemie zieht der Gouverneur des US-Bundestaates Minnesota, Tim Walz, seine Kandidatur für eine dritte Amtszeit zurück.

Aufgrund des zunehmenden politischen Drucks wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Hilfsgeldern während der Corona-Pandemie zieht der Gouverneur des US-Bundestaates Minnesota, Tim Walz, seine Kandidatur für eine dritte Amtszeit zurück. Er habe beschlossen, "aus dem Wahlkampf auszusteigen", erklärte Walz am Montag. Die Aufregung um die Betrugsvorwürfe und die davon ausgelösten parteipolitischen Auseinandersetzungen machten es ihm unmöglich, während seiner Amtszeit effektiv Wahlkampf zu betreiben. 

"Jede Minute, die ich damit verbringe, meine eigenen politischen Interessen zu verteidigen, ist eine Minute, in der ich mich nicht für die Menschen in Minnesota einsetzen kann", erklärte der frühere demokratische US-Vizepräsidentschaftskandidat. Er habe daher beschlossen, "anderen die Sorge um die Wahl zu überlassen". Er selbst wolle sich stattdessen auf seine Arbeit konzentrieren.

Walz äußerte sich nur wenige Monate nach dem Auftakt seines erneuten Wahlkampfes um den Gouverneursposten in Minnesota. Er hat das Amt seit 2018 inne, 2024 erkor ihn die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris zu ihrem Vize.

Derzeit sieht sich der Demokrat verstärkten Angriffen seitens der Republikaner im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen des mutmaßlichen Missbrauchs von Hilfsprogrammen während der Corona-Pandemie ausgesetzt. Viele der Vorwürfe sind nach Angaben von Minnesotas Regierungsmitarbeitern übertrieben oder wurden mittlerweile widerlegt. Dennoch haben sie Walz hinsichtlich der Aussicht auf eine weitere Amtszeit geschadet. 

Angesichts der bevorstehenden wichtigen Zwischenwahlen, den Midterms, wurden innerhalb der demokratischen Partei daher Rufe nach einem Neuanfang laut. Zwar haben die Demokraten den Gouverneursposten in Minnesota seit 2006 verteidigt, doch Walz' sinkende Zustimmungswerte haben eine wachsende Zahl potenzieller republikanischer Herausforderer auf den Plan gerufen. 

Der Rückzug von Walz aus dem Rennen könnte nun den Weg freimachen für die demokratische Senatorin für Minnesota, Amy Klobuchar, den Generalstaatsanwalt des Bundesstaates, Keith Ellison, und Minnesotas Außenpolitiker Steve Simon. Bislang hat jedoch keiner der drei möglichen demokratischen Kandidaten seinen Hut in den Ring geworfen. 

Weitere Meldungen

Wadephul zu Ukraine-Gesprächen des Weimarer Dreiecks in Paris

Einen Tag nach dem Gipfeltreffen der sogenannten Koalition der Willigen will Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Mittwoch in Paris im Format des Weimarer Dreiecks über

Mehr
Linke startet dreitägige Fraktionsklausur zum Jahresauftakt in Bad Saarow

Die Linke beginnt am Mittwoch in Bad Saarow in Brandenburg ihre dreitägige Fraktionsklausur (14.00 Uhr). Zu dem Jahresauftakttreffen werden die Partei- und Fraktionsspitze der

Mehr
Sprecherin: Trump erwägt "eine Reihe von Möglichkeiten" zur Übernahme Grönlands

US-Präsident Donald Trump erwägt nach Angaben seiner Sprecherin Karoline Leavitt mehrere Optionen, um die von ihm angestrebte Übernahme Grönlands zu erreichen. "Der Präsident

Mehr

Top Meldungen

Einzelhandelsumsatz im Jahr 2025 gestiegen

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Der Einzelhandel in Deutschland hat im Jahr 2025 real 2,4 Prozent und nominal 3,6 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2024. Das

Mehr
Erwerbstätigkeit im November nahezu unverändert

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Im November 2025 sind rund 46,0 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig gewesen. Nach vorläufigen Berechnungen des

Mehr
Nach Stromausfall in Berlin: Grünen-Chef greift Dobrindt an

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Grünen-Bundesvorsitzende Felix Banaszak kritisiert Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) für dessen Aussagen zum Anschlag auf das Berliner

Mehr