Lifestyle

Corona-Infektionszahlen in Tulsa seit Trump-Auftritt deutlich gestiegen

  • AFP - 9. Juli 2020, 05:00 Uhr
Bild vergrößern: Corona-Infektionszahlen in Tulsa seit Trump-Auftritt deutlich gestiegen
Kundgebung von US-Präsident Donald Trump am 20. Juni in Tulsa
Bild: AFP

Rund zweieinhalb Wochen nach der umstrittenen Wahlkampfkundgebung von US-Präsident Donald Trump in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma ist in der Stadt eine deutlich erhöhte Rate von Neuinfektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden.

Rund zweieinhalb Wochen nach der umstrittenen Wahlkampfkundgebung von US-Präsident Donald Trump in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma ist in der Stadt eine deutlich erhöhte Rate von Neuinfektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden. Wie die örtliche Gesundheitsbehörde am Mittwoch mitteilte, wurde zuletzt eine Zunahme der Infektionsfälle um 266 binnen 24 Stunden verzeichnet. Bereits an den beiden Vortagen waren es jeweils mehr als 200 neue Fälle gewesen.

Der Leiter der kommunalen Gesundheitsdienste, Bruce Dart, wollte zwar nicht explizit einen Zusammenhang zwischen den gestiegenen Infektionsraten und Trumps Wahlkampfauftritt am 20. Juni herstellen. Er nannte es jedoch "mehr als wahrscheinlich", dass der Anstieg der Zahlen mit "mehreren Großereignissen vor etwas mehr als zwei Wochen" in Verbindung stehe. 

In den ersten beiden Wochen nach der Trump-Veranstaltung war zwar noch ein Rückgang der Neuinfektionen in Tulsa festgestellt worden. Bei einer Coronavirus-Infektion kann es allerdings rund zwei Wochen dauern, bis sich Symptome zeigen.

In Tulsa hatte Trump seine erste Wahlkundgebung abgehalten, seit die Corona-Krise die USA erreicht hatte. Er setzte sich damit über Bedenken hinweg, dass die Großveranstaltung die Ausbreitung des neuartigen Virus befördern könnte. Die große Mehrzahl der tausenden Teilnehmer der Kundgebung trug keine Atemschutzmasken - auch der Präsident selbst nicht.

Die Gesamtzahl der Coronavirus-Infektionen in den USA hatte zuletzt die Schwelle von drei Millionen überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Mittwochabend (Ortszeit) wurden binnen 24 Stunden weitere 55.000 Infektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der Ansteckungsfälle lag bei rund 3,046 Millionen. 

Auch wurden weitere 833 Todesfälle gezählt, die Gesamtzahl der im Land erfassten Todesopfer wuchs damit auf 132.195. Die USA sind sowohl hinsichtlich der Infektions- als auch der Totenzahlen das mit Abstand am härtesten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Trump wird von vielen Kritikern vorgeworfen, die Bedrohung durch das Virus zu verharmlosen.

dja 

Weitere Meldungen

Hessen diskutiert Streichung des "Rasse"-Begriffs

Wiesbaden - Im hessischen Landtag kommt eine Diskussion in Gang, den "Rasse"-Begriff aus der Landesverfassung zu streichen. "Das Thema bleibt für uns Grüne auf der Tagesordnung",

Mehr
Spahn blickt "sehr skeptisch" auf russischen Impfstoff

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich "sehr skeptisch" zum Corona-Impfstoff aus Russland geäußert. "Wir wissen zumindest Stand jetzt, dass es keine

Mehr
Ehe von Saskia Esken währt länger als ihre SPD-Mitgliedschaft

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken ist länger mit ihrem Ehemann Roland verheiratet, als sie der SPD angehört. "Wir sind seit 30 Jahren verheiratet - das ist länger, als ich in der

Mehr

Top Meldungen

Britische Wirtschaft verzeichnet historischen Einbruch wegen Corona-Krise

Die britische Wirtschaft ist im zweiten Quartal wegen der Corona-Krise massiv abgestürzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging von April bis Juni um 20,4 Prozent zum

Mehr
Forsa-Chef sieht Glaubwürdigkeitsproblem für Scholz

Berlin - Auf SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz werden nach Einschätzung von Manfred Güllner, Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, im Wahlkampf Image- und

Mehr
Bericht: Airbnb will in kommenden Wochen Börsengang beantragen

Der Online-Wohnungsvermittler Airbnb will einem Medienbericht zufolge in den kommenden Wochen einen Antrag für seinen Börsengang stellen. Die Zeitung "Wall Street Journal"

Mehr