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Lohnt sich die Miet-Solaranlage?

  • Rudolf Huber/wid - 11. Juni 2021, 16:40 Uhr
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wid Groß-Gerau - Wer eine Photovoltaikanlage fürs eigene Dach mietet, muss beim Vertrag genau hinsehen. pixabay.com

Mit einer Photovoltaik-Anlage nutzt man den eigenen, grünen Strom, ist unabhängiger und kann Stromkosten sparen. Neben dem Kauf der Stromfabrik auf dem Dach etabliert sich seit einiger Zeit ein neues Modell: die MKiet-Anlage. Das kann hohe Investitionskosten vermeiden. Doch lohnt es sich?


Mit einer Photovoltaik-Anlage nutzt man den eigenen, grünen Strom, ist unabhängiger und kann Stromkosten sparen. Neben dem Kauf der Stromfabrik auf dem Dach etabliert sich seit einiger Zeit ein neues Modell: die Miet-Anlage. Das kann hohe Investitionskosten vermeiden. Doch lohnt es sich?

Im Prinzip funktioniert das Miet-Modell ähnlich wie das Auto-Leasing. Die Anbieter pachten den Platz auf dem Dach für eine Photovoltaikanlage. Die Hausbesitzer stellen lediglich Dachfläche zur Verfügung und zahlen im Gegenzug für die Nutzung des erzeugten Stroms während der Vertragslaufzeit feste Gebühren.

Die Solarstromanlagen-Miete liegt bei Ein- oder Zweifamilienhäuser zwischen 50 und 150 Euro pro Monat, so die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Meist wird eine konstante Miete für bis zu 20 Jahre vereinbart. Danach die Anlage häufig für den Zeitwert übernommen werden. Wichtig: Auch während der Zeit, in der die monatliche Miete gezahlt wird, kann der produzierte Strom nicht nur ins Netz eingespeist, sondern auch selbst genutzt werden. Bei seriösen Angeboten bekommen die Mieter der Anlagen auch die Vergütung für den Teil des Solarstroms, der ins Netz eingespeist wird.

"Meist ist eine Miete oder Pacht am Ende deutlich teurer als ein Kauf", so Matthias Bauer von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Er rät deshalb, die Vertragsbedingungen vorab gründlich zu prüfen, weil die Angebote sehr unterschiedlich ausgestaltet sind und teils versteckte Kosten enthalten.

"Achten Sie beispielsweise auch darauf, dass die Miete nur dann zu zahlen ist, wenn die Anlage wie versprochen Strom produziert und dass die vermietende Firma allen vertraglichen Verpflichtungen, wie etwa Wartung und Reparaturen, nachkommt", rät Bauer. Bei Fragen rund um die Verträge bei Miet-Photovoltaikanlagen hilft auch die Rechtsberatung der Verbraucherzentrale.

Generell empfiehlt es sich beim Thema Photovoltaik, mehrere Angebote von verschiedenen Anbietern einzuholen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg bietet anbieterunabhängige Hilfe bei der Beurteilung von Angeboten an. Infos unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

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