Gesundheit

So funktioniert eine stressfreie Kindererziehung

  • Ralf Loweg/mp - 4. Mai 2021, 14:24 Uhr
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mp Groß-Gerau - Mit einem paar kleinen Spielregeln geht das Familienglück ganz entspannt Hand ind Hand. pixabay.com

Viele Eltern werden zum Beispiel streng, wenn sie nicht mehr weiterwissen. 'Das passiert vor allem in Stresssituationen, da werden wir emotionaler', sagt Psychotherapeutin Stefanie Stahl aus Trier. 'Starke Emotionen blockieren immer die Vernunft und das Lösungswissen, und man greift auf alte Muster zurück.'


Kinder sind für Eltern das größte Glück. Doch nicht immer verläuft das Miteinander so harmonisch wie im Märchen-Buch. Denn in den besten Familien gibt es Situationen, in denen Konflikte entstehen. Mütter und Väter fühlen sich dann häufig unsicher. Wie Eltern die Erziehung entspannt angehen können und dabei typische "Knackpunkte" meistern, zeigt das Apothekenmagazin "Baby und Familie".

Viele Eltern werden zum Beispiel streng, wenn sie nicht mehr weiterwissen. "Das passiert vor allem in Stresssituationen, da werden wir emotionaler", sagt Psychotherapeutin Stefanie Stahl aus Trier. "Starke Emotionen blockieren immer die Vernunft und das Lösungswissen, und man greift auf alte Muster zurück."

Abstellen lässt sich dieses Verhalten mit viel Nachdenken und Reflektieren: darüber, woher diese Muster kommen und in welchen Situationen sie ausgelöst werden. "Kennt man diese Auslöser, so ertappt man sich nach einiger Zeit schon dabei, dass man gerade in ein solches Muster zurückfällt, und kann reagieren", so Stahl. Schwierig allerdings ist es, wenn der Stress und die dadurch ausgelösten Gefühle schon sehr stark sind. Dann hilft meist nur noch, sich komplett aus der Situation zu befreien - zum Beispiel den Supermarkt zu verlassen, in dem das Kind gerade einen Trotzanfall hatte.

Ein anderer typischer Knackpunkt: Man glaubt, alle anderen haben ihre Kinder besser im Griff. Bewusst oder unbewusst vergleichen Eltern, ob auf dem Spielplatz oder in den sozialen Medien. Hilfreich ist es hier, so "Baby und Familie", sich über den eigenen Standpunkt und seine Werte Gedanken zu machen und dafür Argumente zu finden. Dann lässt man sich nicht so leicht von anderen Meinungen verunsichern.

Eltern sollten zudem Akzeptanz lernen. Das Temperament des Kindes und die Eigenheiten zu akzeptieren - genauso wie die Tatsache, dass andere Familien es eben anders machen. Denn das entspannt auf Dauer ungemein.

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