Finanzen

Ratgeber: Die wichtigsten Grundlagen der Portfolio-Strukturierung

  • Redaktion - 23. März 2021
Bild vergrößern: Ratgeber: Die wichtigsten Grundlagen der Portfolio-Strukturierung
Bild: ©Wolfgang-S/Adobe Stock

Wenn man sein Geld über einen langen Zeitraum sicher und mit soliden Erträgen anlegen will, spielt das Thema Asset Allocation eine zentrale Rolle. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihr Portfolio effektiv strukturieren und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Die Grundlagen der Portfolio-Gestaltung

Bei der Portfolio-Gestaltung, auch Asset Allocation, geht es darum, Vermögenswerte über mittlere bis längere Zeiträume so in verschiedene Asset-Klassen zu investieren, dass man bei möglichst geringem Risiko möglichst hohe Renditen erzielt. Dabei steht vor allem die Frage im Vordergrund, in welche Werte investiert werden sollte und welcher Prozentsatz des Vermögens welcher Anlageklasse zukommen soll.

Zu den wichtigsten Klassen gehören:

• Aktien
• Fonds
• Anleihen
• Derivate
• Immobilien
• Edelmetalle wie Gold

Eine fiktive Asset Allocation könnte beispielsweise so aussehen:

• 25 Prozent Aktien
• 25 Prozent Anleihen
• 10 Prozent Immobilien
• 10 Prozent Tagesgeld
• 30 Prozent Edelmetalle

Warum eine strategische Asset Allocation so wichtig ist

Investments sind immer mit Verlustrisiken verbunden. Gerade, wenn es um das Thema Altersvorsorge geht, sollte man deshalb verlässliche Sicherheitsvorkehrungen treffen. So verhindert man, dass man sein mühsam erspartes Vermögen kurz vor dem Ruhestand verliert. Darüber hinaus möchte man mit seiner Anlage natürlich auch angemessene Renditen erzielen, um auch im Alter seinen Lebensstandard halten zu können. Deshalb strukturiert man seine Vermögenswerte, schließt damit Verlustrisiken systematisch aus und erhöht seine Renditechancen.

Der wichtigste Schritt – Festlegung der Ziele

Vor jeder Geldanlage sollte man zunächst eine passende Strategie entwickeln. Wichtige Faktoren sind dabei die aktuelle Lebenssituation, der Anlagehorizont und das Budget. Diese müssen bei der individuellen Zielsetzung berücksichtigt werden. Grundsätzlich unterscheidet man drei Ziele:

• Hohe Renditen
• Geringes Risiko
• Möglichst hohe Verfügbarkeit der Anlage

Da jeweils nur zwei Ziele auf einmal erreicht werden können, spricht man auch vom magischen Dreieck. Hier muss man als Anleger Prioritäten setzen. Sind einem beispielsweise Sicherheit und Verfügbarkeit wichtig, entscheidet man sich vor allem für sichere Anlageformen wie Tagesgeldkonten und Anleihen. Hier spielt die Rendite eine untergeordnete Rolle. Geht es hingegen um möglichst hohe Gewinne, entscheidet man sich eher für riskantere Anlagen wie Derivate und Zertifikate.

Die Basis einer jeden Geldanlage – Diversifikation

Grundsätzlich empfiehlt es sich, sein Vermögen entsprechend der eigenen Präferenzen auf verschiedene Asset-Klassen aufzuteilen. So streut man einerseits sein Risiko, erhöht aber auch seine Chancen auf Rendite. Diversifizieren kann man unter anderem nach folgenden Gesichtspunkten:

1. Nach Anlageklassen

Zunächst einmal entscheidet man sich für verschiedene Anlageklassen. Ist man sicherheitsorientiert aufgestellt, wählt man Werte wie Anleihen, aber auch Edelmetalle wie Gold und Fonds. Der Anteil an riskanteren Anlageformen wie Derivaten und Zertifikaten fällt entsprechend geringer aus.

2. Nach Unternehmen

Investiert man einen großen Teil seines Vermögens in Aktien, sollte man darüber hinaus verschiedene Unternehmen wählen. Sichere Werte sind Blue Chips wie BMW, Adidas und BASF. Sie erwirtschaften bei vertretbarem Risiko solide Renditen. Wer spekulativer anlegen will, setzt auf junge innovative Unternehmen mit großem Wachstumspotenzial. Hier bestehen allerdings auch Verlustrisiken.

3. Nach Branchen

Marktentwicklungen wirken sich auf verschiedene Branchen ganz unterschiedlich aus. Um in jeder Marktsituation abgesichert zu sein, sollte man deshalb auch auf verschiedene Branchen setzen.

Wie hoch der Anteil der jeweiligen Anlageklasse sein sollte, kann nicht pauschal beantwortet werden. Hier spielen die persönliche Ausgangssituation und die individuellen Anlageziele eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich sollten sicherheitsbewusste Sparer größere Teile in sichere Anlagen wie Anleihen stabiler Staaten oder Aktien von Blue Chips investieren – vor allem in Krisenzeiten. Wenn man die Renditemöglichkeiten dabei in einem vertretbaren Rahmen erhöhen will und kleinere Verluste verkraften kann, kann man zum Beispiel auch 5 – 10 Prozent in spekulativere Anlageformen investieren.

In diesem Zusammenhang ist auch das Lebensalter zu berücksichtigen. Wenn man noch jung ist und der Anlagehorizont entsprechend lang, kann man auch in tendenziell renditelastigere Anlagen investieren. Je näher man sich allerdings dem Ruhestand nähert, desto eher sollte man sich auf die Absicherung und den Schutz seines Vermögens gegen Inflation konzentrieren.

Weiterführende Informationen

https://unternehmen.handelsblatt.com/global-gold-global-gold-ag.html
https://unternehmen.focus.de/global-gold-global-gold-ag.html
https://www.globalgold-dresden.de/
https://www.globalgold-berlin.de/
https://globalgold-leitbild.de/

Weitere Meldungen

Ausweg aus der Krise durch alternative Bezahlplattform

Die Gerichte einzelner Länder prüfen bereits, ob die Massnahmen zur Pandemiebekämpfung, welche einige Landesregierungen erlassen haben, gesetzeskonform sind und inwieweit ein

Mehr
Finetrading als Alternative für finanzielle Absicherung & Sicherstellung der Supply-Chain für KMUs

Aus diesem Grund werden Rufe nach neuen Finanzierungsinstrumenten, wie der DFT, Deutsche Finetrading AG immer lauter.

Mehr
Kryptowährungen bewirken nun auch bei Hedgefond-Anlegern Interesse

Diese Entwicklung bewirkt mittlerweile auch, dass große Investoren aus anderen Bereichen Anlagen durchführen. Zu den neuesten Schwergewichten zählt in etwa das

Mehr

Top Meldungen

Versicherer: Rechtskosten im Dieselskandal durchbrechen Milliardengrenze

Knapp sechs Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals steigen die Prozesskosten nach Angaben der Versicherungsbranche unvermindert an. Bis Ende Mai gaben die

Mehr
Ifo-Institut erwartet etwas spätere Erholung der Wirtschaft

München - Das Ifo-Institut erwartet aktuell eine etwas spätere Erholung der deutschen Wirtschaft als noch im Frühjahr. Für 2021 berechnet das Institut nun eine Steigerung des

Mehr
Anzahl der Spitzenverdiener in Coronakrise deutlich zurückgegangen

Berlin - Während der Coronakrise ist die Zahl der Spitzenverdiener in Deutschland deutlich gesunken. Im Vorjahr haben 3,8 Millionen Bürger den Spitzensteuersatz von 42 Prozent

Mehr