Der Berliner SPD-Chef und Spitzenkandidat Steffen Krach hat sich indirekt von seiner möglichen Koalitionspartnerin Elif Eralp (Linke) distanziert. "Wer diese Stadt regieren will, muss Gefahren deutlich benennen und Berlin vor ihnen schützen", sagte er am Donnerstag der "Welt". "Weder Clan-Bosse noch ein Ibrahim Ibrahim dürfen in Berlin was zu sagen haben."
Damit spielte Krach auf eine Veröffentlichung des Magazins "Spiegel" von parteiinternen Anmerkungen von Eralp an. In den Notizen zu einem Interview mit dem Magazin schreibt die Linken-Spitzenkandidatin, sie und ihr Mann hätten "Angst" vor dem Hamas-Sympathisanten Ibrahim, der im September bei der Wahlparty der Linken in Berlin-Neukölln aufgetaucht war.
"Berlins Sicherheit steht an oberster Stelle und es ist völlig klar, dass wir mit voller Härte gegen Organisierte Kriminalität und Terror-Unterstützer vorgehen müssen", sagte Krach der Welt. "Dafür stärken wir auch Polizei und Verfassungsschutz. Diese Klarheit erwarten wir von allen politisch Verantwortlichen."
Eralp versucht derzeit, mit Grünen und SPD eine Koalition in Berlin unter ihrer Führung zu bilden. Die Linke war im September stärkste Kraft bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl geworden. Sie punktete insbesondere mit der Forderung nach der Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen. Einzelne Mitglieder der Linken in der Hauptstadt stehen aber wegen Antisemitismusvorwürfen, der Nähe zu radikalen Palästinensergruppen sowie kriminellen Clan-Mitgliedern in der Kritik.
Politik
Berlin: Krach distanziert sich indirekt von Linken-Spitzenkandidatin Eralp
- AFP - 29. Oktober 2026, 13:20 Uhr
Der Berliner SPD-Chef und Spitzenkandidat Steffen Krach hat sich indirekt von seiner möglichen Koalitionspartnerin Elif Eralp (Linke) distanziert. 'Wer diese Stadt regieren will, muss Gefahren deutlich benennen und Berlin vor ihnen schützen', sagte er.
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