Weil sie ihm freien Zugriff auf ihr Konto gewährte, muss eine Frau aus Rheinland-Pfalz für einen von ihrem Ex-Freund begangenen Internetbetrug haften. Sie muss knapp 6000 Euro an das Betrugsopfer zurückzahlen, wie das Landgericht Frankenthal am Donnerstag mitteilte. Ob sie in die Tat überhaupt eingeweiht war oder von der Beute profitierte, blieb unklar (Az.: 9 O 46/25).
Demnach gab sich der Ex-Freund der Frau als angeblicher Bankarbeiter aus und betrog einen Mann aus Grünstadt. Daraufhin wurden ohne dessen Wissen rund 6000 Euro auf das Konto der Frau überwiesen. Vor Gericht verlangte er von ihr die Rückzahlung.
Die Frau bestritt, an dem Betrug beteiligt gewesen zu sein. Ihr damaliger Freund habe die Tat alleine begangen und das mittlerweile abgehobene Geld ausgegeben. Sie habe ihm ihre Bankkarte überlassen, weil er vorgegeben habe, in Schwierigkeiten zu sein.
Ob die Aussagen der Frau glaubhaft sind, ließ das Gericht in seinem Urteil offen. Sie muss den Betrag zurückzahlen, auch wenn sie selbst an der Tat nicht beteiligt war, entschieden die Richter. Weil sie ihrem Freund die Nutzung des Kontos ermöglicht hatte, ist sie demnach so zu behandeln, als hätte sie selbst gewusst, dass das Geld durch eine kriminelle Tat auf das Konto gelangte.
Deswegen muss sie auch zahlen, selbst wenn sie von der Tat gar nicht profitierte. Möglicherweise kann die Frau ihren Ex-Freund aber in Haftung nehmen. Ob sie von ihm jemals das Geld zurückbekommt bleibe offen. Das Urteil ist rechtskräftig.
Lifestyle
Zugriff auf Konto gewährt: Frau muss für Internetbetrug ihres Ex-Freunds haften
- AFP - 29. Oktober 2026, 12:51 Uhr
Weil sie ihm freien Zugriff auf ihr Konto gewährte, muss eine Frau aus Rheinland-Pfalz für einen von ihrem Ex-Freund begangenen Internetbetrug haften. Sie muss 6000 Euro an das Betrugsopfer zurückzahlen, wie das Landgericht Frankenthal mitteilte.
Weitere Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz will am Sonntagabend mit dem Präsidium seiner Partei die Frage einer künftigen Bundespräsidentin
MehrDie Tierschutzorganisation Peta hat sich beim Vatikan über fünf Priester aus Spanien beschwert, die Stierkämpfe verherrlicht haben sollen. Die italienische Anwältin Laura Sgro
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Frauen haben sich in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa besorgter über aktuelle Entwicklungen und Themen gezeigt als Männer.
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will die Bürokratiekosten im Gesundheitswesen bis 2030 um 101 Millionen Euro pro Jahr senken.
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Den rund 21 Millionen gesetzlich versicherten Rentnern steht auch im kommenden Jahr eine Rentenerhöhung von mehr als vier Prozent in Aussicht.
MehrPotsdam (dts Nachrichtenagentur) - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) begrüßt die LEAG-Zuschläge in der ersten Ausschreibungsrunde der Kraftwerksstrategie,
Mehr














