Bei den erwarteten neuen Protesten in Frankreich am Samstag sollen nach Regierungsangaben 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein. Der Einsatz werde zudem Eliteeinheiten der Polizei, "etwa 20" gepanzerte Fahrzeuge und 15 Wasserwerfer umfassen, sagte Innenminister Laurent Nuñez am Freitag bei einer Pressekonferenz.
Nuñez warnte, dass in Onlinenetzwerken bereits Aufrufe zu Gewalt und Plünderungen kursierten. "Wir haben zahlreiche Aufrufe von ultralinken und linksradikalen Bewegungen festgestellt."
Die Regierung hatte bereits Demonstrationsverbote und weitere Einschränkungen angekündigt. Oberstes Ziel sei eine "Rückkehr zur Ruhe", sagte Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag.
Macron wollte sich am Freitag zum ersten Mal seit Beginn der Proteste, die sich auch gegen Missstände im Bildungssystem richten, mit Schülervertretern treffen. "Wir warten darauf, endlich gehört zu werden", sagte Marius Mesnil von einer Schülervertretung der Nachrichtenagentur AFP. Am Vormittag hatte Macron eine Sitzung des Verteidigungsrats geleitet. Auch ein Treffen mit Sicherheitskräften war geplant.
Am vergangenen Wochenende war es in Frankreich am Rande von Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem zu massiven Ausschreitungen gekommen. Tausende Geschäfte wurden geplündert, Rathäuser und Polizeistationen angegriffen und Gebäude in Brand gesetzt. Als Reaktion darauf wurden in mehreren Großstädten nächtliche Ausgangssperren verhängt.
Brennpunkte
Neue Proteste in Frankreich am Samstag: 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz
- AFP - 23. Oktober 2026, 14:21 Uhr
Bei den erwarteten neuen Protesten in Frankreich am Samstag sollen nach Regierungsangaben 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein. Innenminister Laurent Nuñez warnte, dass in Onlinenetzwerken bereits Aufrufe zu Gewalt und Plünderungen kursierten.
Weitere Meldungen
Nach dem Suizid einer 14-Jährigen in den USA haben Ermittler in Hamburg einen mutmaßlichen jugendlichen Onlinesadisten festgenommen. Dem 18-Jährigen werde Mord und gefährliche
MehrIn Dortmund ermittelt der Staatsschutz wegen einer mutmaßlich von Rechtsextremisten initiierten Aktion mit Reichskriegsflaggen und einem politischen Banner in der Nähe des
MehrNach einem Schusswaffenvorfall auf offener Straße in einer Stadt bei Paris mit einem Todesopfer hat die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.
MehrTop Meldungen
Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Die Stahlpreise in Europa sind seit Beginn des neuen Zollregimes gestiegen. Um die kriselnde Schwerindustrie zu schützen, erlaubt die EU seit
MehrDer Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat sich mit selbst vorgenommenen Reparaturen am Haus befasst. Am Freitag verhandelte er darüber, ob Verkäufer den Käufern vor dem
MehrVor einem Gespräch mit dem Volkswagen-Management hat die Gewerkschaft IG Metall dem Autobauer mit Streiks gedroht, sollte diese die Kündigung von Tarifverträgen nicht
Mehr














