Wirtschaft

Australien rüstet Unterwasserdrohnen für Angriffe aus der Luft aus

  • AFP - 19. Oktober 2026, 11:56 Uhr
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Australiens Verteidigungsminister Pat Conroy mit "Ghost Shark"-Unterwasserdrohnen
Bild: AFP

Australien will seine autonomen Unterwasserdrohnen vom Typ 'Ghost Shark' mit Flugdrohnen ausrüsten, die auf See starten und in Schwärmen Ziele aufklären oder angreifen können. Die Unterwasserfahrzeuge sollen zudem bis zu zwölf Seeminen mitführen.

Australiens Militär will seine neuartigen autonomen Unterwasserdrohnen künftig auch für Angriffe aus der Luft einsetzen. Die unbemannten Fahrzeuge vom Typ "Ghost Shark" sollen Flugdrohnen über große Entfernungen transportieren und auf See starten lassen können. Die Fluggeräte könnten dann Schwärme bilden, um Ziele aufzuklären oder anzugreifen, wie das australische Verteidigungsministerium am Montag mitteilte.

Damit verbinden die neuen Systeme Einsätze unter Wasser mit militärischen Operationen in der Luft. Die "Ghost Shark" soll neben Flugdrohnen auch bis zu zwölf Seeminen und Ausrüstung für Spezialkräfte mitführen können. Nach geheimen Tests seien drei Arten von Nutzlasten freigegeben worden, sagte der australische Minister für Rüstungsindustrie, Pat Conroy, in Sydney. Die Systeme sollten Aufgaben übernehmen, "die wir Menschen nicht ausführen lassen wollen". Bei den Flugdrohnen handelt es sich um Geräte vom Typ "Altius" des US-Rüstungsunternehmens Anduril.

Conroy betonte auch die Möglichkeit, die Unterwasserdrohnen in Schiffscontainern bereitzuhalten. Potenzielle Gegner Australiens müssten damit rechnen, dass sich in jedem Container an einem australischen Kai eine "Ghost Shark" befinden könnte. "In diesen Schiffscontainern könnten nicht nur Ghost Sharks sein, sondern diese Ghost Sharks haben jetzt auch Zähne", sagte er.

Anduril entwickelte die besonders großen autonomen Unterwasserfahrzeuge gemeinsam mit australischen Rüstungsforschern. Das US-Unternehmen baut für Canberra eine Flotte im Wert von 1,8 Milliarden australischen Dollar (rund 1,12 Milliarden Euro). Die "Ghost Shark" soll mit bemannten U-Booten zusammenarbeiten können. Nach Angaben Conroys haben mehrere andere Staaten bereits Interesse an dem System angemeldet.

Australien verstärkt angesichts der Aufrüstung der chinesischen Marine und der Spannungen im Südchinesischen Meer seine Investitionen in unbemannte Systeme. Die Aukus-Militärallianz der Länder Australien, Großbritannien und den USA wurde 2021 als Reaktion auf die wachsende Dominanz Chinas im Indopazifik gegründet. Die drei Partner vereinbarten in diesem Jahr auch die Entwicklung austauschbarer Nutzlasten für Unterwasserdrohnen.

Australien will sich im Rahmen der Aukus-Allianz eine Flotte moderner US-U-Boote beschaffen. Dafür will Canberra ab 2032 drei gebrauchte Atom-U-Boote aus dem Bestand der US-Marine erwerben. Zudem ist geplant, gemeinsam mit Großbritannien eine neue Klasse von U-Booten mit Atomantrieb zu bauen.

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