Brennpunkte

Mehr als ein Dutzend Kinder bei Bootsunglück in Indien ertrunken

  • AFP - 14. Oktober 2026, 10:39 Uhr
Bild vergrößern: Mehr als ein Dutzend Kinder bei Bootsunglück in Indien ertrunken
Trauernde Angehörige von Opfern des Bootsunglücks
Bild: AFP

Bei einem Bootsunglück auf dem Ganges in Indien sind mehr als ein Dutzend Kinder ertrunken. Das Boot offenbar überladene kenterte, als es Menschen zu einer religiösen Feier in einem Dorf im Bundesstaat Bihar bringen sollte.

Bei einem Bootsunglück auf dem Ganges in Indien sind mehr als ein Dutzend Kinder ertrunken. Das Boot kenterte am Dienstagabend (Ortszeit), als es Menschen zu einer religiösen Feier in einem Dorf im Bundesstaat Bihar bringen sollte, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Anwohner eilten zu dem Fluss und leuchteten mit ihren Handys, um Opfer des Schiffsunglücks zu finden. Zunächst wurden 13 tote Kinder geborgen.

Unter den sechs Menschen, die gerettet wurden, waren Berichten zufolge zwei Kinder in einem lebensbedrohlichen Zustand. Ein Mitarbeiter des örtlichen Gesundheitszentrums sagte, vier Erwachsene und zwei Kinder seien ins Bezirkskrankenhaus gebracht worden.

Der Rettungs- und Bergungseinsatz wurde in der Nacht unterbrochen und am Mittwochmorgen fortgesetzt, wie ein Behördenvertreter des Bezirks Vaishali AFP sagte. Mehrere Menschen wurden demnach noch vermisst.

"Es war schon dunkel, als wir plötzlich Kinder schreien und um Hilfe rufen hörten", berichtete der Dorfbewohner Ravi Yadav, der sich am Dienstagabend an dem Rettungseinsatz beteiligte. "Wir konnten nur drei Kinder retten, indem wir Handy-Lichter und Fackeln nutzten, weil es dunkel war."

Der Dorfbewohner Ramlakhan Rai sagte, das verunglückte Boot sei "klein" und "in keinem guten Zustand" gewesen. Viele Menschen hätten sich auf dem Boot gedrängt, obwohl es eigentlich nur für eine Handvoll Menschen geeignet gewesen sei. "Es war niederschmetternd: Einige Familien haben all ihre Kinder verloren." 

Rai hob zuvor, dass die Dorfbewohner angesichts der Überschwemmungen in den vergangenen zwei Monaten dringend auf Boote angewiesen seien. Die örtliche Regierung habe aber nichts unternommen, um Boote in schlechtem Zustand zu reparieren oder zu ersetzen.

Indiens Regierungschef Narendra Modi nannte das Unglück "zutiefst schmerzhaft". Er sagte den Angehörigen der Opfer Entschädigungszahlungen zu.

Auf Indiens Wasserwegen ereignen sich häufig Bootsunglücke. Oftmals werden sie auf Überladung der Boote, andere Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften und unzureichende lebensrettende Ausrüstung an Bord zurückgeführt.

Weitere Meldungen

Bericht: Globale Entwaldung 2025 zurückgegangen - allerdings kein Langfrist-Trend

Die weltweite Entwaldung hat sich einem Bericht zufolge im vergangenen Jahr verlangsamt. Mit der unwiderbringlichen Zerstörung von sieben Millionen Hektar Wald in aller Welt sei

Mehr
Prozess um Sprengung von Nord-Stream-Pipelines mit Anklageverlesung begonnen

Mit der Verlesung der Anklage hat am Mittwoch in Hamburg der Prozess um die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines vor rund vier Jahren begonnen. Vor dem Oberlandesgericht der

Mehr
Zwölf US-Senatoren: Trumps Diesel-Deal mit Putin ist "Verrat" an den Ukrainern

Zwölf US-Senatoren haben US-Präsident Donald Trump wegen seines Abkommens mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin zur Lieferung russischen Diesel-Treibstoffs "Verrat" am

Mehr

Top Meldungen

CSU fordert späteren Start der Zuckersteuer

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann fordert, die geplante Zuckersteuer erst zum 1. Januar 2028 einzuführen. "Unser Wunschtermin ist der 1.

Mehr
Landwirtschaftliche Erzeugerpreise steigen stark

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sind im August 2026 zwar um 7,0 Prozent niedriger gewesen als im August 2025, sind gegenüber

Mehr
Großhandelspreise steigen so schnell wie seit 2023 nicht

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Verkaufspreise im Großhandel sind im September um 8,7 Prozent höher gewesen als ein Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt am

Mehr