Politik

US-Außenminister Rubio in Reykjavik: Island ist wichtiger Außenposten für Sicherheit

  • AFP - 6. Oktober 2026, 15:47 Uhr
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Rubio und Gunnarsdottir bei Pressekonferenz in Reykjavik
Bild: AFP

US-Außenminister Rubio hat bei einem Besuch in Island die strategische Bedeutung des nordischen Landes beim Thema Sicherheit hervorgehoben. Island sei seit langem 'ein wichtiger Außenposten für die Überwachung geheimer Aktivitäten und die Abschreckung unserer Gegner', sagte Rubio.

US-Außenminister Marco Rubio hat bei einem Besuch in Island die strategische Bedeutung des nordischen Landes beim Thema Sicherheit hervorgehoben. Island sei seit langem "ein wichtiger Außenposten für die Überwachung geheimer Aktivitäten und die Abschreckung unserer Gegner", sagte Rubio am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Reykjavik.

Der US-Außenminister war am Montag in Island eingetroffen und hatte Gespräche mit Regieurungschefin Kristrun Frostadottir und Außenminister Thorgerdur Katrin Gunnarsdottir geführt. Darin ging es unter anderem um Themen wie Geothermie, Rechenzentren und die Pharmaindustrie.

Die USA streben unter Präsident Donald Trump einen größeren Einfluss in der rohstoffreichen Arktisregion an und wollen vor dem Hintergrund einer zunehmenden Konkurrenz durch China und Russland ihre Kontrolle über die Zugangswege zur Arktis festigen. 

Island hat seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1944 keine eigenen Streitkräfte. Das Land verlässt sich in Sicherheitsfragen auf die Nato sowie auf ein 1951 mit den USA unterzeichnetes bilaterales Verteidigungsabkommen. Washington hat keinen ständigen Militärstützpunkt in Island.

Trump hatte mehrfach mit einer Annexion der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland gedroht - Ende September unterzeichneten die USA dann ein Sicherheitsabkommen mit Dänemark und Grönland, das es Washington ermöglicht, dort zwei neue Militärstützpunkte zu errichten. 

Im September sorgte Trump für eine weitere  Kontroverse, als er eine KI-generierte Karte verbreitete, auf der ganz Nordamerika, die Karibik, Grönland und Island als "Vereinigte Staaten von Amerika" dargestellt werden. Reykjavik bestellte daraufhin den US-Botschafter ein und bezeichnete die Karte als "völlig unangemessen". 

Außenministerin Gunnarsdottir sagte am Dienstag, die Angelegenheit sei nun geklärt. Sie begrüßte zudem das Abkommen der USA mit Dänemark und Grönland und kündigte an, dass Island die Beziehungen zu Washington weiter stärken wolle.

Island hatte Ende August knapp gegen die Wiederaufnahme der seit 2013 auf Eis liegenden Verhandlungen über einen EU-Beitritt gestimmt. 52,8 Prozent der Isländer stimmten dagegen. 

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