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Tödlicher Messerangriff in polnischem Kloster - Ukrainer festgenommen

  • AFP - 24. September 2026, 16:21 Uhr
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Polizisten mit Ordensleuten vor dem Kloster in Jaroslaw
Bild: AFP

Bei einem Messerangriff in einem Kloster im polnischen Jaroslaw ist ein Mensch getötet worden, vier weitere wurden verletzt. Nach der Tat wurde ein 31-jähriger Ukrainer festgenommen.

Bei einem Messerangriff in einem Kloster im Osten Polens sind ein Mensch getötet und vier weitere verletzt worden. Nach der Tat am Donnerstag in der Benediktinerinnenabtei in Jaroslaw wurde ein 31-jähriger Ukrainer festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Eine Augenzeugin berichtete, der Angreifer habe in dem rund 30 Kilometer von der Ukraine entfernten Kloster einen Priester am Hals getroffen. Das Motiv des Angriffs war zunächst unbekannt.

Die Polizei war nach eigenen Angaben gegen 09.30 Uhr zu dem Kloster gerufen worden. Der Verdächtige soll dort vier Männer und eine Frau mit einem Messer angegriffen haben. Alle fünf Opfer wurden ins Krankenhaus gebracht, eines von ihnen starb später.

Polnische Medien berichteten, bei dem Toten handle es sich um einen Priester. Polizei und Staatsanwaltschaft äußerten sich gegenüber der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht zur Identität des Todesopfers.

"Ich bin zur Messe gekommen", sagte eine Augenzeugin dem Fernsehsender TVN. Ein etwa 30 Jahre alter Mann habe den Priester "an einer Halsarterie" getroffen. "Der Priester fiel zu Boden." Die Nonne Barbara Dendor sagte dem Sender, die Geistlichen könnten kaum begreifen, was geschehen sei. "Das ist ein Ort, den ich für sicher hielt."

Die Lokalzeitung "Gazeta Jaroslawska" veröffentlichte Bilder von Feuerwehr- und Polizeifahrzeugen vor dem Kloster. Der Eingang war abgesperrt. Staatsanwälte wurden nach Angaben der Behörden zum Tatort geschickt. Eine Sprecherin der Bezirksstaatsanwaltschaft sagte AFP, es liefen "intensive Ermittlungsmaßnahmen". Messerangriffe sind in Polen äußerst selten. 

Das Land hat seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 hunderttausende Ukrainer aufgenommen. In den vergangenen Monaten kam es deswegen auch zu gesellschaftlichen Spannungen. Zugleich ist Polen einer der wichtigsten Unterstützer der Ukraine und ein zentraler Umschlagsort für westliche militärische und humanitäre Hilfe für das Land.

Die polnische Regierung hat Russland seit Beginn des Krieges wiederholt Sabotage vorgeworfen. In einigen Fällen sollen dafür Ausländer angeworben worden sein. Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Messerangriff in Jaroslaw und dem Ukraine-Krieg gab es jedoch in den Stunden nach dem Verbrechen nicht.

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