Nach einem tödlichen Straßenrennen im thüringischen Saale-Orla-Kreis ist ein 26-Jähriger zu einer achtjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Wie das Landgericht Gera am Donnerstag mitteilte, wurde der Mann des verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge, der fahrlässigen Körperverletzung und der Gefährdung des Straßenverkehrs schuldig gesprochen. Zudem müsse er Schmerzensgeld in Höhe von 5000 Euro zuzüglich Zinsen zahlen.
Vor dem Unfall im Juli 2024 war der Verurteilte auf einer Kreisstraße unterwegs und versuchte einen Bekannten in einem zweiten Auto zu überholen. Als der Mann auf die Gegenfahrbahn fuhr, kollidierte er dort mit einem entgegenkommenden Wagen, so das Gericht. Die 21-jährige Fahrerin verstarb an den Folgen des Unfalls.
Das Landgericht Gera verurteilte den Fahrer ursprünglich bereits im Mai 2025 wegen Mordes zu lebenslanger Haft, da er aufgrund seiner Ortskenntnis in Kauf genommen habe, beim Überholen einen Zusammenstoß oder Tod anderer Autofahrer zu verursachen, so die damalige Einschätzung des Gerichts. Nach einer Überprüfung durch den Bundesgerichtshof (BGH) musste das Urteil wegen Rechtsfehlern allerdings teilweise aufgehoben werden.
Das Urteil zu einer achtjährigen Haftstrafe ist bislang nicht rechtskräftig und kann angefochten werden.
Brennpunkte
Tödlicher Raserunfall in Thüringen: Acht Jahre Haft für Verursacher
- AFP - 24. September 2026, 15:53 Uhr
Nach einem tödlichen Straßenrennen im thüringischen Saale-Orla-Kreis ist ein 26-Jähriger am Landgericht Gera zu einer achtjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden.
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