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Guterres: USA und China sollen bei Künstlicher Intelligenz zusammenarbeiten

  • AFP - 22. September 2026, 16:13 Uhr
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Guterres bei der Generaldebatte
Bild: AFP

UN-Generalsekretär Guterres hat die USA und China zum Auftakt der Generaldebatte in New York zu Zusammenarbeit bei Künstlicher Intelligenz aufgerufen. Die Spitzenreiter bei der KI-Entwicklung trügen die 'größte Verantwortung gegenüber der Menschheit'.

UN-Generalsekretär António Guterres hat die USA und China zum Auftakt der Generaldebatte in New York zu Zusammenarbeit bei Künstlicher Intelligenz aufgerufen. Die Spitzenreiter bei der KI-Entwicklung trügen die "größte Verantwortung gegenüber der Menschheit" und sollten daher "Kanäle für Dialog, Transparenz, Vertrauen und Zusammenarbeit" einrichten, sagte Guterres am Dienstag vor den in New York versammelten Staats- und Regierungschefs. Guterres erinnerte in diesem Zusammenhang an den Konflikt zwischen den USA und der Sowjetunion im Kalten Krieg. Damals hätten die "strategischen Rivalen" die Notwendigkeit erkannt, bei "existenziellen Risiken" zusammenzuarbeiten, sagte Guterres. 

Guterres äußerte sich in seiner Rede auch zum Klimawandel und zum Nahost-Konflikt. Die Ölkonzerne hätten die Erdatmosphäre jahrzehntelang als Müllabladeplatz benutzt und daran kräftig verdient, sagte Guterres. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs hätten allein fünf westliche Ölkonzerne "fast eine halbe Billion Dollar an Gewinnen eingestrichen" - während "ganz normale Menschen" immer mehr für Energie, Lebensmittel und Versicherungen zahlten. Die größten Verschmutzer und Profiteure müssten nun "weit mehr tun, um die Schäden zu beseitigen, die sie verursacht haben", forderte Guterres.

Im von Israel besetzten Westjordanland verbauten "Gewalt, Vertreibung und der Ausbau von Siedlungen" den Weg zum Frieden, sagte Guterres, der zum Jahresende nach zehn Jahren an der Spitze der UNO abgelöst wird. In dem Palästinensergebiet gehe zudem das "Gespenst ethnischer Säuberungen" um. "Wir dürfen nicht zulassen, dass die Zweistaatenlösung vor unseren Augen verschwindet", sagte Guterres. Die Zweistaatenlösung sieht einen Palästinenserstaat vor, der friedlich mit Israel koexistiert.

Erster Redner bei der Generaldebatte der Staats- und Regierungschef war im Anschluss der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, danach sollte US-Präsident Donald Trump folgen. Im vergangenen Jahr hatte Trump die UNO in seiner Rede frontal angegriffen und ihr unter anderem Versagen bei der Friedensstiftung unterstellt. 

Bei der Generaldebatte in New York debattieren einmal jährlich im Herbst Staats- und Regierungschefs aus aller Welt über die weltpolitischen Herausforderungen. Zu den Hauptthemen in diesem Jahr zählen die Kriege im Iran und in der Ukraine sowie die Risiken von KI.

Deutschland wird in New York wie schon im vergangenen Jahr durch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) vertreten, der am Samstag vor der UN-Vollversammlung sprechen wird.

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