Gesundheit

WHO: Ebola breitet sich in kongolesischer Unruhe-Provinz Nord-Kivu "exponentiell" aus

  • AFP - 15. September 2026, 15:05 Uhr
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Sarg mit Ebola-Opfer im Kongo
Bild: AFP

Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo breitet sich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Unruhe-Provinz Nord-Kivu 'exponentiell' aus. Das Virus breitet sich in dem zentralafrikanischen Land schon seit Monaten aus.

Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo breitet sich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Unruhe-Provinz Nord-Kivu "exponentiell" aus. Die kongolesische Regierung hatte am Wochenende erklärt, der Höhepunkt der Epidemie sei Mitte August erreicht worden, landesweit nehme die Fallzahl offenbar ab - dem hielt die WHO am Dienstag entgegen, die Entwicklung auf nationaler Ebene spiegele "nicht die Tendenzen auf Ebene der Provinzen oder der lokalen Ebene wider".

So nehme die Zahl der Ebola-Infektionen in Nord-Kivu "bedeutend, exponentiell" zu, hob der WHO-Chef-Epidemiologe Olivier le Polain am Dienstag in Genf hervor. Dort habe sich die Zahl der Todesopfer durch Ebola in den vergangenen zwei Wochen von etwa 100 auf mehr als 200 in etwa verdoppelt. Auf Nord-Kivu entfielen 45 Prozent der vergangene Woche gemeldeten Ebola-Fälle, fügte Le Polain hinzu.

In manchen Gegenden der Provinz Ituri, dem vormaligen Hotspot der Epidemie, gebe es hingegen "einige erste Anzeichen für eine Verringerung der Übertragung", führte der WHO-Experte aus. Aus der Nachbar-Provinz Süd-Kivu wurden demnach seit Mai gar keinen neuen Fälle mehr gemeldet. Insgesamt gingen die Infektionen aber nicht im gewünschten Maße zurück, sagte Le Polain.

Der Ebola-Ausbruch im Kongo war Mitte Mai offiziell festgestellt worden. Bis zum 12. September registrierten die Behörden des zentralafrikanischen Landes etwa 7200 Infektionen und 3475 Todesfälle in sieben Provinzen. Verursacht wird die aktuelle Epidemie von der Ebola-Variante Bundibugyo. Anders als gegen die sogenannte Zaire-Variante gibt es dagegen bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine zugelassene Behandlung. Mehrere Mittel befinden sich in der Erprobung.

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