Deutschland ist in einem europaweiten ÖPNV-Ranking der Umweltschutzorganisation Greenpeace leicht zurückgefallen - maßgeblich wegen der Verteuerung des Deutschlandtickets. In dem Vergleich von 30 Ländern, der unter anderem auf der Bezahlbarkeit der Fahrkarten basiert, rutschte die Bundesrepublik um einen Rang auf Platz fünf ab. Die Spitzenplätze belegten erneut Malta und Luxemburg, wo der öffentliche Nahverkehr kostenlos ist. "Doch auch in Slowenien und Österreich fährt man heute günstiger als in Deutschland", erklärte Greenpeace am Mittwoch.
Am schlechtesten wurde demnach das Angebot in Finnland bewertet. In der Bundesrepublik sorge das Deutschlandticket mit bundesweiter Gültigkeit zum Einheitspreis zwar für eine "solide Platzierung", werde für Verbraucherinnen und Verbraucher aber "stetig teurer", erklärte Greenpeace. Gestartet war das Deutschlandticket im Mai 2023 mit 49 Euro, aktuell werden 63 Euro fällig. Dies sei mit knapp 30 Prozent "die stärkste Verteuerung unter allen verglichenen nationalen Tickets", erläuterte die Umweltschutzorganisation. 2027 steige der Preis erneut - "auf dann rund 66 Euro".
“Gerade jetzt muss der Preis des Deutschlandtickets runter statt immer weiter rauf", forderte Greenpeace-Mobilitätsexpertin Marissa Reiserer. "Der Umstieg in Bus und Bahn hilft dauerhaft gegen wiederkehrende Ölpreisschocks." Günstiger ÖPNV sei "ein wirksames und gerechtes Mittel, um private Geldbeutel zu entlasten, uns weniger abhängig von teurem Öl zu machen und gleichzeitig das Klima zu schützen".
Wirtschaft
ÖPNV-Vergleich: Deutschland fällt in Europa leicht auf Rang fünf zurück
- AFP - 16. September 2026, 11:03 Uhr
Deutschland ist in einem europaweiten ÖPNV-Ranking der Umweltschutzorganisation Greenpeace leicht zurückgefallen - maßgeblich wegen der Verteuerung des Deutschlandtickets.
Weitere Meldungen
Die Inbetriebnahme des vierten staatlich verwalteten Importterminal für Flüssiggas (LNG) in Deutschland ist nach langer Verzögerung in Vorbereitung. Das Terminal-Schiff
MehrDie Deutsche Bahn (DB) will ab Sommer 2027 eine Direktverbindung zwischen München, Mailand und Rom anbieten. Dafür sollen "modernste" italienische
MehrNach vier Jahren Bauzeit ist in China ein neuer Kanal eingeweiht worden, der die Handelsströme zwischen Binnenprovinzen der Volksrepublik und südostasiatischen Handelspartnern
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) spricht sich dafür aus, zur Entlastung der Autofahrer die Mehrwertsteuer auf Sprit befristet zu senken.
MehrWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Im Jahr 2025 haben knapp 14.400 Menschen eine Ausbildung in einem Beruf der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik begonnen. Damit nahm die
MehrMünchen (dts Nachrichtenagentur) - Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich im August deutlich verbessert. Das vom Münchener Ifo-Institut gemessene Geschäftsklima stieg
Mehr














