Politik

UN-Menschenrechtskommissar: KI könnte zur "existenziellen Gefahr für Menschheit" werden

  • AFP - 7. September 2026, 12:21 Uhr
Bild vergrößern: UN-Menschenrechtskommissar: KI könnte zur existenziellen Gefahr für Menschheit werden
UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk
Bild: AFP

UN-Menschenrechtskommissar Türk hat eine Regulierung der Künstlichen Intelligenz (KI) angemahnt. Die KI 'könnte zu einer existenziellen Gefahr für die Menschheit' werden, sagte Türk.

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat eine Regulierung der Künstlichen Intelligenz (KI) dringend angemahnt. Die KI "könnte zu einer existenziellen Gefahr für die Menschheit" werden, sagte Türk am Montag zur Eröffnung der 63. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf. Er rief dazu auf, "verbindliche Garantien für die Sicherheit und den Schutz im Zusammenhang mit KI zu schaffen, bevor es zu spät ist". 

Eine Handvoll Menschen übe "nahezu unbegrenzte Macht über die KI aus, von der uns immer wieder gesagt wird, dass sie unvorstellbare Rechenkapazitäten besitzt", sagte Türk. "Sie sprechen von Freiheit, aber bei genauerer Betrachtung handelt es sich dabei um kaum mehr als die Freiheit, unsere Daten auszubeuten". Eine KI, "die aus ihrer Testumgebung ausbricht oder Entwickler erpresst, um zu verhindern, dass sie ausgeschaltet wird, ist eine KI, die zu mächtig ist", fügte Türk hinzu. 

Er spielte damit offenbar auf einen Zwischenfall beim US-Unternehmen OpenAI an, das im Juli bekanntgegeben hatte, dass sich eigene KI-Agenten während eines Sicherheitstests selbständig mit dem Internet verbunden und die Programmierplattform Hugging Face angegriffen hatten. Der Vorfall hatte Forderungen nach strengeren Sicherheitsvorkehrungen ausgelöst. Andere Tech-Unternehmen wie Anthropic und Meta meldeten ähnliche Vorfälle. 

Türk kündigte an, KI-Konzerne in den kommenden Tagen schriftlich aufzufordern, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um die Risiken im Zusammenhang mit der Künstlichen Intelligenz zu reduzieren. Zusammen mit den Regierungen, in deren Ländern die KI-Entwickler ansässig sind, müssten "rote Linien" festgelegt werden. In der Branche sei eine viel engere Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit nötig.

Weitere Meldungen

CSU-Chef Söder: Müssen AfD inhaltlich stellen und nicht über Brandmauer diskutieren

CSU-Chef Markus Söder hat gefordert, die AfD nach ihrem Sieg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt inhaltlich zu stellen. Eine rein formale Debatte, in der immer nur auf die

Mehr
Nach Bruch mit Bundespartei: Frühere Thüringer BSW-Abgeordnete gründen neue Fraktion

Die im Streit mit der BSW-Bundesführung aus der Partei ausgetretenen Thüringer BSW-Landtagsabgeordneten wollen am Mittwoch eine neue Fraktion gründen. Das sagte ein Sprecher

Mehr
Siegmund: Gespräche über Zusammenarbeit mit AfD haben begonnen

Die AfD in Sachsen-Anhalt hat nach den Worten ihres Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund bereits Gespräche mit anderen Parteien über eine mögliche Regierungs-Zusammenarbeit

Mehr

Top Meldungen

Deutsche Produktion im Juli gesunken

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die reale Produktion in Deutschland ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juli 2026 gegenüber Juni 2026

Mehr
Homeoffice bei jedem dritten Dienstleister etabliert

München (dts Nachrichtenagentur) - Mehr als ein Drittel (35,1 Prozent) aller Beschäftigten im Dienstleistungssektor hat im August zumindest teilweise im Homeoffice gearbeitet.

Mehr
JU-Chef Winkel fordert zügige Rentenreform

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Junge Union (JU) sieht die schwarz-rote Regierungskoalition nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in der Pflicht, die gesetzliche Rente

Mehr