Als Reaktion auf die Schließung des Russischen Hauses in Berlin hat die russische Regierung eine Schließung der Standorte des Goethe-Instituts in Russland angekündigt. Die Zweigstellen des deutschen Kulturinstituts in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg würden "natürlich" geschlossen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen. Die Bundesregierung hatte die Schließung des Russischen Hauses mit dem mutmaßlich russischen Anschlagsversuch am Flughafen in Leipzig begründet.
Am Dienstag hatte die Bundesregierung weitere Strafmaßnahmen gegen Russland bekanntgegeben. So sollen das russische Generalkonsulat in Bonn geschlossen und der Vertrag mit dem Russischen Haus in Berlin gekündigt werden. Zudem will Deutschland die Aufnahme weiterer russischer Staatsbürger auf die EU-Sanktionslisten vorschlagen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte erklärt, "zusammen betrachtet" belegten "polizeiliche Ermittlungen, Tatmuster und nachrichtendienstliche Erkenntnisse eine russische Verantwortung für den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig".
Der russische Präsident Wladimir Putin hatte die Ankündigung der Bundesregierung als "erneuten schweren Fehler" bezeichnet, der den Interessen des deutschen Volkes zuwiderlaufe. Der Schritt hänge mit den "bevorstehenden Wahlkämpfen" im Land zusammen.
Brennpunkte
Moskau kündigt Schließung von russischen Standorten des Goethe-Instituts an
- AFP - 3. September 2026, 10:20 Uhr
Als Reaktion auf die Schließung des Russischen Hauses in Berlin hat die russische Regierung eine Schließung der Standorte des Goethe-Instituts in Russland angekündigt.
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