Die Zahl der Toten nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya ist in Nepal nach offiziellen Angaben auf mindestens 903 gestiegen. Mindestens 4247 weitere Menschen würden vermisst, gab die Katastrophenschutzbehörde am Montag an. In der Region Tibet kamen nach Angaben chinesischer Staatsmedien vom Sonntag mindestens 16 Menschen ums Leben; 546 weitere Menschen würden vermisst. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 919, insgesamt mindestens 4793 Menschen werden demnach vermisst.Â
Unter den Vermissten in Nepal sind 592 ausländische Staatsbürger. Dazu zählen nach Angaben der nepalesischen Tourismusbehörde mindestens acht Deutsche. Das Auswärtige Amt hatte am Freitag von einer "hohen einstelligen Zahl deutscher Staatsbürger unter den Vermissten" gesprochen.Â
3655 nepalesische Staatsbürger werden in Nepal vermisst. Im Bezirk Nuwakot stieg deren Zahl laut den Angaben vom Montag sprunghaft auf 1158. Am Sonntag hatten die Behörden noch von 115 Vermissten in dem Bezirk gesprochen.Â
Im benachbarten Indien wurden im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh nach Behördenangaben 17 Leichen aus Flüssen geborgen, die im oberen Verlauf durch Nepal fließen. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um Opfer der Flutkatastrophe handelt. Diese 17 Toten sind nicht in den offiziellen Zahlen zu den Toten der Katastrophe enthalten.Â
Die Sturzflut hatte am vergangenen Mittwoch im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet ganze Ortschaften zerstört. Nach Einschätzung von chinesischen und US-Experten wurde die Katastrophe durch einen Gletscherabbruch an der Südflanke des Langtang Lirung in Nepal ausgelöst. Die Gletscher im Himalaya schmelzen wegen des Klimawandels schneller als je zuvor. Schmelzende Gletscher können Berghänge destabilisieren und das Risiko von Erdrutschen erhöhen.
Brennpunkte
Zahl der Toten nach Sturzflut steigt in Nepal auf mindestens 903
- AFP - 31. August 2026, 08:10 Uhr
Die Zahl der Toten nach der Sturzflut im Himalaya ist in Nepal nach offiziellen Angaben auf mindestens 903 gestiegen. Mindestens 4247 weitere Menschen werden dort laut Behörden noch vermisst. In der Region Tibet starben mindestens 16 Menschen.
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