Wirtschaft

Städte: Bund muss Schadstoffverursacher mehr in die Pflicht nehmen

  • dts - 31. August 2026
Bild vergrößern: Städte: Bund muss Schadstoffverursacher mehr in die Pflicht nehmen
Luft-Messstation (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Städte fordern von Bund und Ländern, Schadstoffverursacher stärker in die Pflicht zu nehmen, um die geplanten strengeren Grenzwerte für saubere Luft zu erreichen. Vor dem Kabinettsbeschluss für die Umsetzung der EU-Luftqualitätsrichtlinie in Deutschland sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland": "Die Verantwortung allein den Städten aufzubürden, ist der falsche Weg. Vor allem bei der Erstellung von Luftreinhalteplänen müssen die Länder mitverantwortlich bleiben."

Die Luft in deutschen Städten sei viel sauberer geworden, sagte Jung. "Nahezu flächendeckend werden die aktuellen Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide eingehalten. Das war ein gehöriger Kraftakt. Wir haben allerdings unsere kommunalen Möglichkeiten mit Tempolimits, reduzierten Fahrspuren, größeren Frischluftschneisen und vielen weiteren Maßnahmen in den Luftreinhalteplänen weitgehend ausgeschöpft."

Die neuen, deutlich gesenkten Grenzwerte könnten nur erreicht werden, wenn Schadstoffe vor allem direkt an der Quelle gestoppt werden, sagte Jung dem RND. Insbesondere Industrie, Verkehr, Energie- und Landwirtschaft müssten stärker in die Pflicht genommen werden "und ihre Emissionen weiter drastisch reduzieren", führte der SPD-Politiker und Oberbürgermeister von Leipzig aus. "Dafür können nur Bund und Länder sorgen, nicht die Kommunen."

Das Bundeskabinett berät am Mittwoch über ein Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Luftqualität und besserer Luft. Sie muss bis Dezember in geltendes Recht überführt werden. Kern sind strengere Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid in Städten. Die neuen Grenzwerte sind ab dem Jahr 2030 einzuhalten.

Weitere Meldungen

Söder fordert von Brüssel "echte" Verbrenner-Wende

München (dts Nachrichtenagentur) - Eine neue Studie der Technischen Universität München (TUM) zur Klimabilanz von EU-Autos entfacht neuen politischen Streit um das geplante

Mehr
Nach Öl-Deal mit Trump: Venezuelas Präsidentin sichert Wahrung der Souveränität zu

Nach der Verkündung des "größten Öl-Deals in der Weltgeschichte" durch US-Präsident Donald Trump hat die venezolanische  Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez ihren

Mehr
Reiche will "strategischere" Außenwirtschaftspolitik

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die deutsche Außenwirtschaftspolitik umbauen. Diese werde "strategischer" aufgestellt,

Mehr

Top Meldungen

ING-Ökonom fürchtet Gasmangellage bei kaltem Winter

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts historisch niedriger Gasspeicherstände hat ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski vor einer möglichen Gasmangellage in

Mehr
Niedersachsens IG-Metall-Chef: Zeichen bei VW stehen auf Konflikt

Osnabrück (dts Nachrichtenagentur) - Der niedersächsische Bezirksvorsitzende der IG Metall, Thorsten Gröger, hat die diskutierten Sparpläne bei Volkswagen und die

Mehr
Bahn investiert 210 Millionen Euro in Sauberkeit

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Deutsche Bahn (DB) verlängert ihr Sofortprogramm gegen Schmutz und Vandalismus und für mehr Sicherheit: Bis zum Jahr 2030 investiert der

Mehr