Gesundheit

Rotes Kreuz beklagt Angriffe auf Ebola-Helfer im Kongo

  • AFP - 24. August 2026, 14:49 Uhr
Bild vergrößern: Rotes Kreuz beklagt Angriffe auf Ebola-Helfer im Kongo
Ebola-Helfer in Bende-Bende
Bild: AFP

Das Rote Kreuz hat Angriffe auf Ebola-Helfer in der Demokratischen Republik Kongo verurteilt. 'Angriffe auf ehrenamtliche Helfer und humanitäres Personal sind inakzeptabel', erklärten mehrere Rotkreuzgesellschaften.

Das Rote Kreuz hat Angriffe auf Mitarbeiter in der Demokratischen Republik Kongo verurteilt, die am Kampf gegen die Ebola-Epidemie beteiligt waren. "Angriffe auf ehrenamtliche Helfer und humanitäres Personal sind inakzeptabel", erklärten die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften sowie die nationalen Rotkreuz-Organisationen im Kongo und in Uganda am Montag. Bei den Angriffen in der vergangenen Woche waren den Angaben zufolge sechs Mitarbeiter verletzt worden.

Ein Konvoi des ugandischen Roten Kreuzes wurde nach Angaben der Hilfsorganisationen am 17. August in der ostkongolesischen Provinz Ituri mit Steinen attackiert, wobei ein Mitarbeiter schwer verletzt wurde. Am 18. August gab es zwei Verletzte bei einem Angriff auf Helfer in der Provinz Haut-Uele, die eine Bestattung vornahmen. Am 19. August wiederum wurden drei Helfer in der Provinz Nord-Kivu attackiert und verletzt.

Insgesamt seien seit Ausrufung der Epidemie Mitte Mai zwölf Helfer bei elf gewaltsamen Zwischenfällen verletzt worden, erklärten die Organisationen. "Jeder verletzte Helfer und jedes beschädigte Fahrzeug oder Ausrüstungsteil verringert die Möglichkeiten zur Bereitstellung medizinischer Notfallversorgung und humanitärer Hilfe, was weitere Menschenleben in Gefahr bringt und die Eindämmung der Epidemie erschwert."

Unter anderem bei Bestattungen von Ebola-Infizierten kommt es immer wieder zu Konflikten. Weil auch Leichen weiterhin ansteckend sein können, müssen Beisetzungen oft unter Bewachung stattfinden, um die Angehörigen von den sterblichen Überresten fern zu halten.

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo war am 15. Mai offiziell festgestellt worden, wahrscheinlich hatte sich das Virus damals aber schon wochenlang verbreitet. Die Epidemie betrifft mehrere Provinzen im Norden und Osten des zentralafrikanischen Landes, wo die medizinische Versorgung nach jahrelangen bewaffneten Konflikten stark eingeschränkt ist. Vergangene Woche hatte die UNO erklärt, dass bereits mehr als 2500 Menschen im Kongo an Ebola gestorben sind.

Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen. Die Infektion kann Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall bis hin zu inneren Blutungen und Organversagen verursachen. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen an der Krankheit.

Weitere Meldungen

Nordmazedonien: Schon fünf Tote durch von Mücken übertragenes West-Nil-Virus

Das von Stechmücken übertragene West-Nil-Virus hat in Nordmazedonien in den vergangenen Wochen bereits fünf Menschen getötet. Wie das nordmazedonische Gesundheitsministerium

Mehr
Erste 16.000 Ebola-Impfdosen in der DR Kongo eingetroffen

Im Kampf gegen gegen die folgenschwere Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo hat das zentralafrikanische Land die ersten 16.000 Dosen des Impfstoffs Ervebo erhalten.

Mehr
Bereits mindestens 30.000 zusätzliche Todesfälle in Europa seit Sommerbeginn

In Europa sind im von Hitzewellen geprägten Sommer bereits mindestens 30.000 Menschen zusätzlich gestorben. Allein zwischen Mitte Juli und Mitte August habe es in Europa mehr

Mehr

Top Meldungen

Heilmann: Klima-Grundgesetzänderung bringt keinen Euro mehr

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vor der Kabinettsklausur in Neuhardenberg spricht sich der Vorsitzende der Klimaunion und ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann

Mehr
Ökonom widerspricht Weidel: Euro ist keine "Weichwährung"

Frankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Frankfurter Finanzökonom Volker Wieland hat Aussagen der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel zum Euro als "völlig irreführende

Mehr
Forderung nach Übergewinnsteuer in Bundesregierung "nicht geeint"

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Forderung von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) nach einer EU-weiten "Übergewinnsteuer" für Ölkonzerne ist noch keine einheitliche

Mehr