Gesundheit

Erste 16.000 Ebola-Impfdosen in der DR Kongo eingetroffen

  • AFP - 22. August 2026, 04:40 Uhr
Bild vergrößern: Erste 16.000 Ebola-Impfdosen in der DR Kongo eingetroffen
Arzt mit Schutzkleidung in der Demokratischen Republik Kongo
Bild: AFP

Im Kampf gegen gegen die folgenschwere Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo hat das zentralafrikanische Land die ersten 16.000 Dosen des Impfstoffs Ervebo erhalten.

Im Kampf gegen gegen die folgenschwere Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo hat das zentralafrikanische Land die ersten 16.000 Dosen des Impfstoffs Ervebo erhalten. Die Lieferung traf laut dem Bericht eines AFP-Korrespondenten in der Nacht zum Samstag auf dem Flughafen von Kinshasa ein. Insgesamt soll das Land 70.000 Impfdosen erhalten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die Lieferung am Donnerstag angekündigt und erklärt, dass der Impfstoff für den begrenzten Einsatz bei Gefährdeten sowie Tests vorgesehen sei. Bislang ist nur für den Zaire-Stamm des Ebola-Virus nachgewiesen, dass Ervebo sicher und wirksam ist - nicht aber für die derzeit im Kongo grassierende Bundibugyo-Variante des Virus.

Zur Verfügung gestellt wurde der Impfstoff von der Internationalen Koordinierungsgruppe für Impfstoff-Versorgung der WHO: 20.000 Impfdosen sollen für eine dritte Testphase zur Wirksamkeit von Ervebo gegen die Bundibugyo-Variante genutzt werden und 50.000 für medizinisches Personal, das an vorderster Front gegen die Epidemie kämpft.

Der Ebola-Ausbruch im Kongo war am 15. Mai offiziell festgestellt worden, wahrscheinlich hatte sich das Virus damals aber schon wochenlang verbreitet. Die Epidemie betrifft mehrere Provinzen im Norden und Osten der Demokratischen Republik Kongo, wo die medizinische Versorgung nach jahrelangen bewaffneten Konflikten stark eingeschränkt ist. Am Freitag hatte die UNO erklärt, dass bereits mehr als 2500 Menschen in dem zentralafrikanischen Land an Ebola gestorben sind.

Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen. Die Infektion kann Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall bis hin zu inneren Blutungen und Organversagen verursachen. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen an der Krankheit.

Weitere Meldungen

Bereits mindestens 30.000 zusätzliche Todesfälle in Europa seit Sommerbeginn

In Europa sind im von Hitzewellen geprägten Sommer bereits mindestens 30.000 Menschen zusätzlich gestorben. Allein zwischen Mitte Juli und Mitte August habe es in Europa mehr

Mehr
West-Nil-Virus laut EU-Gesundheitsbehörde aus zwölf europäischen Ländern gemeldet

Das von Stechmücken übertragene West-Nil-Virus breitet sich nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC in Europa weiter aus. Wie das Europäische Zentrum für die Prävention

Mehr
UNO: Mehr als 2500 Todesfälle bei Ebola-Epidemie in DR Kongo

Bei der aktuellen Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der UNO bereits mehr als 2500 Menschen ums Leben gekommen. Die Hälfte der Todesfälle sei

Mehr

Top Meldungen

Arbeiterwohlfahrt kritisiert Steuerpläne als ungerecht

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) sieht in dem von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) vorgelegten Entwurf zur Einkommensteuerreform eine

Mehr
Bauindustrie senkt Umsatzprognose für 2026

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) reduziert wegen erneuter Kostenanstiege durch den Iran-Krieg sowie schleppender Mittelfreigabe

Mehr
Opel-Chef: Neuer E-Corsa kommt erst 2028

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Neuauflage des Kleinwagens Opel Corsa kommt nicht mehr im Jahr 2027 auf den Markt. Das sagte Opel-Chef Florian Huettl der "Welt am Sonntag":

Mehr