Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Hauptgeschäftsführerin des Industrieverbandes Nordostchemie, Nora Schmidt-Kesseler, hat vor einem wirtschaftlichen Abschwung gewarnt, falls die AfD nach den Wahlen in Ostdeutschland an die Macht kommt. Das berichtet der "Tagesspiegel" (Donnerstagausgabe).
"Im Wahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt wird eine Remigrationsoffensive beschrieben", sagte Schmidt-Kesseler dem Podcast "Im Osten" des "Tagesspiegels". "Allein solch eine Ankündigung hat negative Auswirkungen, egal ob es soweit kommt oder nicht." Allein die Debatte und "und dieses Herausstellen" des Migrationsthemas mache vielen Menschen Sorgen und rufe Ängste hervor.
"Wir sind eine weltoffene, internationale Branche. Wir sind angewiesen auf Menschen, die aus dem Ausland kommen", sagte Schmidt-Kesseler. An der Chemiebranche hängen nach Verbandsangaben 60.000 Arbeitsplätze in Ostdeutschland, besonders im Chemie-Dreieck um Leuna und Bitterfeld in Sachsen-Anhalt.
Von der Politik generell verlangte Schmidt-Kesseler niedrigere Strom- und Gaspreise. "Wir haben zum ersten Mal seit Jahrzehnten Standortschließungen, Verlagerungen ins Ausland und Arbeitsplatzabbau. Es gehen gerade viele hochbezahlte, gute Arbeitsplätze verloren", kritisierte sie. "Das liegt vor allem an den Energiekosten."
Laut der Studie "Wettbewerbsreport Ostdeutschland" des Ifo-Instituts wird der wirtschaftliche Aufschwung im Osten aktuell ausgebremst. Aufgrund zu geringer Investitionen und zu weniger Fachkräfte sowie einer überalterten Bevölkerung drohe der Aufholprozess zum Westen zu stoppen. In Ostdeutschland bangen derzeit insbesondere Chemie- und Automobilindustrie um ihre Zukunft.
Wirtschaft
Ostdeutsche Chemieindustrie warnt vor AfD-Landesregierung
- dts - 6. August 2026, 06:00 Uhr
.
Weitere Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Im Streit um die Zukunft der Rente mit 63 nimmt Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) nun auch Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) in die
MehrVor dem Spitzengespräch bei Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) zum Niedrigwasser hat die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) den Bund zum Handeln aufgefordert.
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) hat davor gewarnt, die internationale Entwicklungszusammenarbeit infrage zu stellen.
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Kassenärztechef Andreas Gassen hat von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) einen Neustart bei der Prävention gefordert.
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die IG Metall hat Äußerungen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zur Entwicklung der Strompreise scharf kritisiert. "Wenn
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) sieht kurzfristig keinen Spielraum für weitere Steuerentlastungen über die von der Koalition
Mehr














