Finanzen

Dax lässt nach - Ernüchterung über fragile Iran-Verhandlungen

  • dts - 5. August 2026, 17:48 Uhr
Bild vergrößern: Dax lässt nach - Ernüchterung über fragile Iran-Verhandlungen
Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

.

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Am Mittwoch hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.126 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start baute der Dax zügig seine Zugewinne ab und schwankte im weiteren Verlauf um den Vortagesschluss.

"Die Rally in der ersten Wochenhälfte über 24.600 Punkte hat den Dax viel Kraft gekostet", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "In Anbetracht der überraschenden Dynamik und der Schnelligkeit, in der der Markt in den ersten beiden Handelstagen des Monats von einem Rekord zum nächsten geeilt ist, werden die Anleger jetzt vorsichtiger. Auch wenn viele Unternehmen mit besser als erwarteten Quartalszahlen glänzen, werden vereinzelt Gewinne mitgenommen."

Zudem seien die Anleger heute erneut von der Realität im Nahen Osten eingeholt worden. "Der Iran und die USA haben ihre Gespräche als fragil bezeichnet und rechnen nicht mit einem Abschluss innerhalb der nächsten 48 Stunden", so Lipkow. "Zugleich verschärfen die Huthi-Rebellen ihren Kurs im Roten Meer und beabsichtigen, weitere Öltanker abzufangen. Die geopolitische Gemengelage überlagert damit etwas die Rekordstimmung."

Bei Infineon würden die Aussichten unklarer und die Gefahr eines abrupten Endes des Halbleiterzyklus nehme zu, erklärte der Analyst. "China kommt mit großen Schritten und massiven Investitionen näher und schickt sich an, ein ernst zu nehmender Konkurrent auf dem internationalen Halbleitermarkt zu werden."

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Fresenius und Beiersdorf an der Spitze der Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von Deutscher Post, Continental und Infineon.

Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im September kostete 53 Euro und damit sechs Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 79,30 US-Dollar, das waren sechs Cent oder 0,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1546 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8661 Euro zu haben.

Weitere Meldungen

Dax startet kaum verändert - Euro stärker

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Dax ist am Montag kaum verändert in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.430 Punkten berechnet

Mehr
US-Anleger stoßen vor dem Wochenende Aktien ab

New York (dts Nachrichtenagentur) - An den US-Börsen waren zum Wochenausklang die Verkäufer in der Überzahl. Der Dow schloss bei 53.732 Punkten 0,2 Prozent schwächer, an der

Mehr
Dax geht mit Gewinnen ins Wochenende

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Zum Wochenausklang hat der Dax noch einmal zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss stand der Index bei 26.440 Punkten und damit 0,5 höher als

Mehr

Top Meldungen

Immer mehr junge Menschen nicht in Ausbildung oder Beschäftigung

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Der Anteil junger Menschen, die nicht in Ausbildung oder Beschäftigung sind, ist in den vergangenen Jahren gestiegen. In Deutschland lag er

Mehr
Geschäftsklima im Wohnungsbau leicht verbessert

München (dts Nachrichtenagentur) - Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich im Juli etwas verbessert. Das vom Münchener Ifo-Institut gemessene Geschäftsklima stieg von

Mehr
SPD warnt vor Verteilungskämpfen um Wasser

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die SPD-Bundestagsfraktion erhöht den Druck auf die Union und warnt vor Verteilungskämpfen beim Wasser. Fraktionsvize Esra Limbacher sagte der

Mehr