Aufgrund anhaltender Hitze und Trockenheit hat das Niedrigwasser am Rhein an einigen Orten neue Tiefststände erreicht. Am Pegel Kaub wurden Dienstagfrüh nur noch 24 Zentimeter gemessen, womit der bisher niedrigste bekannte Wasserstand im Jahr 2018 noch um einen Zentimeter unterschritten wurde, wie aus den von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes veröffentlichten Pegelwerten hervorging.
Auch in Köln und Duisburg lagen die Rheinpegel am Dienstagmorgen unter den bisherigen Tiefstmarken. In Düsseldorf erreichte der Pegel das Niveau des bisherigen Tiefstpunktes von 2018.
Den Vorhersagen zufolge könnten die Pegel am Rhein in den kommenden Tagen wegen ausbleibender Niederschläge noch weiter sinken. Auch in anderen Flüssen wie der Donau gibt es Niedrigwasser. Nach Angaben der Bundesanstalt für Gewässerkunde wurden die Niedrigwassermarken in vielen Gewässerabschnitten in diesem Jahr "ungewöhnlich früh" unterschritten.Â
Generell ist die Fahrrinne beispielsweise im Rhein immer tiefer als der von Pegeln angezeigte Wasserstand, wie ein Sprecher der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes in Bingen sagte. Der Nullpunkt der Skala an den meist jahrzehntealten und teilweise aus dem 18. Jahrhundert stammenden Pegeln "liegt nicht dort, wo der niedrigste Punkt des Gewässers ist". Die Tiefe der Fahrrinne wird dem Sprecher zufolge auch aus anderen Werten berechnet und lag beispielsweise im Rhein bei Köln am Dienstag bei 180 Zentimetern.
Allerdings können Binnenschiffe aufgrund des geringen Wasserstandes derzeit deutlich weniger Ladung transportieren oder müssen ganz darauf verzichten. Die niedrigen Pegelstände erhöhen somit die Transportkosten für die Wirtschaft und belasten vor allem Industriebranchen, die auf Massenguttransporte angewiesen sind.Â
Neben den Frachtschiffen machen die außergewöhnlich niedrigen Wasserstände auf dem Rhein auch dem Tourismus und der Fahrgastschifffahrt zu schaffen. Zahlreiche Fahrten mussten nach Angaben der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschifffahrt GmbH abgesagt werden, einzelne Landungsbrücken am Rhein können von bestimmten Schiffen vorerst nicht angesteuert werden.
Verursacht wird das Niedrigwasser durch die lang anhaltende Trockenheit in vielen Regionen Deutschlands. Auch einzelne Gewitter oder Unwetter ändern die Lage nicht wesentlich. Durch den fortschreitenden Klimawandel steigt laut wissenschaftlichen Erkenntnissen die Wahrscheinlichkeit solcher Extremwetterlagen. Betroffen von dem Niedrigwasser sind auch weitere Flüsse.Â
Angesichts der Situation am Rhein hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) für Donnerstag eine Fachkonferenz in Bonn einberufen. Dabei soll über mögliche Maßnahmen zur Bewältigung der Situation beraten werden.
Wirtschaft
Niedrigwasser durch Trockenheit: Rheinpegel teilweise weiter auf Tiefststand
- AFP - 4. August 2026, 10:44 Uhr
Aufgrund von Hitze und Trockenheit hat das Niedrigwasser am Rhein an einigen Orten neue Tiefststände erreicht. Am Pegel Kaub wurden Dienstagfrüh nur noch 24 Zentimeter gemessen, womit der bisher niedrigste von 2018 noch unterschritten wurde.
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