Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Aus der SPD-Bundestagsfraktion kommt massiver Widerstand gegen die vom Koalitionsausschuss beschlossene Aufweichung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG). Es dürfe nicht zu einer Reduzierung der bestehenden Auskunftsansprüche für Bürger, Presse und Zivilgesellschaft kommen, heißt es in einem gemeinsamen Positionspapier der Innen-, Rechts- und Netzpolitiker der Fraktion, über welches das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet.
"Für eine Abschaffung des bisherigen Transparenzniveaus des Informationsfreiheitsgesetzes wird es keine Zustimmung der SPD-Bundestagsfraktion geben", heißt es darin. Sinnvoll sei es dagegen, das Gesetz so weiterzuentwickeln, dass mehr Transparenz geschaffen und seine Handhabung vereinfacht werde. Dazu zähle insbesondere die Digitalisierung des Bearbeitungsprozesses, denn es sei nicht nachvollziehbar, dass die Bundesverwaltung auch 20 Jahre nach Inkrafttreten des IFG die Akten noch händisch schwärze.
Überprüfungsbedarf melden die Fachpolitiker bei der Veröffentlichung von Informationen zur kritischen Infrastruktur. Hier könne es möglicherweise "heute andere Einschätzungen geben". Grundsätzlich werde die staatliche Sicherheitslage durch das IFG gewährleistet.
Im Beschluss des Koalitionsausschusses heißt es unter anderem, die Auskunftsrechte gegenüber dem Staat wolle man "künftig auf natürliche Personen fokussieren, die ein berechtigtes Interesse an einer Auskunft haben und diese nicht durch andere Regelungen erreichen können". Dies würde etwa den Auskunftsanspruch von Nicht-Regierungsorganisationen einschränken. Auch Journalistenorganisationen hatten protestiert.
Brennpunkte
Widerstand aus SPD-Fraktion gegen Aufweichung des IFG
- dts - 8. Juli 2026, 11:26 Uhr
.
Weitere Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sieht die US-Zusage für den Kauf von weitreichenden Tomahawk-Marschflugkörpern als Symbol für ein
MehrNach über zehnjähriger Flucht haben Ermittler aus Nordrhein-Westfalen den Kopf einer mutmaßlichen Bande verhaftet, die mit Scheinrechnungen im Baugewerbe einen Millionenschaden
MehrPalästinenserpräsident Mahmud Abbas hat den 28. November als Datum für die Parlamentswahl in den Palästinensergebieten festgelegt. In einem von der palästinensischen
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die finanzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Frauke Heiligenstadt, begrüßt die Bereitschaft der Bundesbank, die
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Linken-Bundestagsabgeordnete Violetta Bock wirft der Bundesregierung verantwortungsloses Handeln vor. Anlass ist der vom
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Linken-Chefin Ines Schwerdtner hat Bundeskanzler Friedrich Merz nach dessen Regierungserklärung Realitätsferne vorgeworfen. Das berichtet .
Mehr














