Brennpunkte

Zehn Tote und mehr als 20 Verletzte bei Bombenanschlag in Café in Damaskus

  • AFP - 3. Juli 2026, 17:32 Uhr
Bild vergrößern: Zehn Tote und mehr als 20 Verletzte bei Bombenanschlag in Café in Damaskus
Der Schauplatz der Explosion in Damaskus
Bild: AFP

Bei einem Bombenanschlag in einem Café im Zentrum der syrischen Hauptstadt Damaskus sind der Regierung zufolge zehn Menschen getötet worden. 21 weitere Menschen wurden verletzt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Bei dem Bombenanschlag am Donnerstag in einem Café im Zentrum von Damaskus sind laut einer neuen Bilanz der  Regierung zehn Menschen getötet worden. 21 weitere Menschen wurden verletzt, wie das syrische Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Zunächst bekannte sich weiterhin niemand zu der Tat. In einer vorherigen Zwischenbilanz hatte das Ministerium von neun Toten und 20 Verletzten berichtet.

In dem belebten Viertel im Zentrum der syrischen Hauptstadt war am Donnerstag nach der Bombenexplosion Panik ausgebrochen. Die Detonation ereignete sich in der Nähe des Justizpalastes.

Den Behörden zufolge wurde die Explosion durch einen am Tatort platzierten Sprengsatz verursacht. Die selbstgebaute Bombe war den Angaben zufolge ein Kilogramm schwer und enthielt Metallteile. 

Der Gouverneur von Damaskus, Maher Eldibi, gab bekannt, dass eine Untersuchung eingeleitet worden sei. "Die Verantwortlichen für dieses Blutvergießen werden bestraft", sagte er. Der stellvertretende UN-Sondergesandte für Syrien, Claudio Cordone, erklärte im Onlinedienst X, die Täter "sollten vor Gericht gestellt werden".

Die Regierung unter Präsident Ahmed al-Scharaa ist bemüht, nach dem langen Bürgerkrieg die Sicherheit im Land wieder herzustellen. Dennoch hat es seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad durch islamistische Milizen im Dezember 2024 in Damaskus mehrere tödliche Anschläge gegeben. 

Im Juni 2025 wurden bei einem Angriff auf eine Kirche 25 Menschen getötet. Zu dem Anschlag bekannte sich damals eine sunnitische islamistische Gruppe. Die syrischen Behörden machten die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich. Im Mai wurde in der Altstadt von Damaskus ein Soldat durch eine Autobombe getötet. 

Weitere Meldungen

"Bild": Ermittlungen gegen zwei weitere Verdächtige nach Angriff in Stade

Im Fall der Bluttat mit sechs Toten im niedersächsischen Stade ermitteln die Behörden einem Medienbericht zufolge gegen zwei weitere Verdächtige. Wie die "Bild" am Freitag

Mehr
Ranghohe Iraner und Gäste erweisen getötetem obersten Führer Chamenei letzte Ehre

Einen Tag vor Beginn der offiziellen Trauerfeierlichkeiten im Iran  für Ayatollah Ali Chamenei haben Präsident Masud Peseschkian und andere ranghohe iranische

Mehr
UNO ruft wegen "Katastrophe" in al-Obeid im Sudan "rote Alarmstufe" aus

Angesichts einer sich abzeichnenden "Katastrophe" in der Stadt al-Obeid im Sudan hat der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk eine "rote Alarmstrufe" ausgerufen. "Die Zeichen

Mehr

Top Meldungen

IFG-Änderung: Jetzt beschweren sich sogar Flugzeugpiloten

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Die am Donnerstag nach dem Koalitionsausschuss bekannt gewordene Änderung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) ruft nun sogar Kritik

Mehr
Beschäftigte protestieren gegen Sparpläne bei Mercedes-Benz

Gegen den Sparkurs bei Mercedes-Benz haben am Freitag tausende Beschäftigte protestiert. An den Kundgebungen an mehreren Standorten des Autobauers nahmen nach Angaben der IG

Mehr
Wagenknecht attackiert Steuerreform-Pläne der Koalition

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - BSW-Politikerin Sahra Wagenknecht hat die Steuerreform-Pläne der schwarz-roten Koalitionsspitzen scharf attackiert und als "Volksveralberung"

Mehr