Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach Einschätzung der Bundesregierung steht die deutsche Wirtschaft weiter massiv unter dem Einfluss der Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten sowie der gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise.
Die Stimmung in der Industrie habe sich stabilisiert, während die Dynamik bei Dienstleistern nachgelassen habe, heißt es im am Freitag veröffentlichten Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums für Juni. Besonders konsumnahe Bereiche wie der Einzelhandel und das Gaststättengewerbe spürten die Zurückhaltung der Verbraucher aufgrund von Kaufkraftverlusten und Unsicherheit.
Die Industriekonjunktur zeigte sich zu Beginn des zweiten Quartals verhalten. Nach einem kräftigen Anstieg der Auftragseingänge im März gab es im April einen Rücksetzer. Die Industrieproduktion stagnierte, und sowohl Auftragseingänge als auch Produktion waren im Dreimonatsvergleich rückläufig. Die Verbraucherpreise verlangsamten sich im Mai auf 2,6 Prozent, was wohl unter anderem mit dem Tankrabatt zusammenhängt.
Der Arbeitsmarkt entwickelte sich im Frühjahr weiterhin schwach. Die Zahl der Arbeitslosen ging im Mai saisonbereinigt leicht zurück, während die Erwerbstätigkeit im April weiter abnahm. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung war im Trend ebenfalls rückläufig. Hohe Energiepreise und die Unsicherheit über den Fortgang des Krieges im Nahen Osten ließen keine Belebung der Arbeitskräftenachfrage erwarten, so das Ministerium.
Wirtschaft
Deutsche Wirtschaft kämpft weiter mit hohen Energiepreisen
- dts - 12. Juni 2026, 10:25 Uhr
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