Wegen Anlagebetrugs über angebliche Tradingplattformen ist ein Mann in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und vier Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Bamberg sprach den 41-Jährigen am Mittwoch des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs in sieben Fällen schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Es ordnete zudem die Einziehung von mehr als 2,6 Millionen Euro bei dem Angeklagten an.
Laut Anklage war der Mann Teil einer größeren Tätergruppierung. Diese spiegelte zahlreichen Menschen aus dem deutschsprachigen Raum mittels mehrerer Callcenter vor, dass sie durch Einzahlung von Geldern Handel mit verschiedenen Finanzprodukten treiben und Gewinne erzielen könnten.
Der 41-Jährige kümmerte sich aus Sicht der Staatsanwaltschaft um die rechtlichen Belange der Bande und setzte etwa Miet- und Arbeitsverträge auf. Auch gründete er laut Anklage einzelne Gesellschaften, die der Geldwäsche dienten, und stieg später zum Anteilseigner und Geschäftspartner auf. Zwischen 2016 und 2020 soll er bei diversen Kunden einen Schaden von rund fünf Millionen Euro verursacht haben.
Das Landgericht Bamberg ist in Bayern seit 2024 für Fälle der sogenannten Cyberkriminalität zuständig. Seitdem wurden dort zahlreiche Prozesse unter anderem wegen Anlagebetrugs mittels Callcentern geführt.
Brennpunkte
Anlagebetrug über Callcenter in Millionenhöhe: Lange Haftstrafe für Mann in Bayern
- AFP - 10. Juni 2026, 15:09 Uhr
Wegen Anlagebetrugs über angebliche Tradingplattformen ist ein Mann in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und vier Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Bamberg sprach ihn des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs schuldig.
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