Gesundheit

WHO-Chef: Hinken bei Ebola-Epidemie noch hinterher, holen aber auf

  • AFP - 3. Juni 2026, 16:49 Uhr
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Medizinisches Personal im Kampf gegen Ebola in Bunia
Bild: AFP

Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Zentralafrika hinkt die internationale Gemeinschaft laut dem Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, noch hinterher. Mittlerweile sei die Welt aber dabei 'aufzuholen'.

Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Zentralafrika hinkt die internationale Gemeinschaft laut dem Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, noch hinterher. "Der Ausbruch hatte einen großen Vorsprung und wir liegen immer noch zurück", sagte Tedros am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Genf. Dank der Bemühungen, die von der Regierung der Demokratischen Republik Kongo angeführt würden, sei die Welt aber dabei "aufzuholen". 

Die DR Kongo ist das Epizentrum des aktuellen Ebola-Ausbruchs. Bislang wurden 61 durch Ebola verursachte Todesfälle bestätigt, wie die WHO am Mittwoch mitteilte. Die UN-Organisation hatte wegen der Epidemie Mitte Mai eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen - ihre zweithöchste Alarmstufe. Am Dienstag erklärte sie allerdings, dass die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle in der Demokratischen Republik Kongo und dem Nachbarland Uganda stark zurückgegangen sei.

Tedros bekräftigte bei seiner Pressekonferenz am Mittwoch, dass er in pauschalen Reiseverboten kein Mittel zur Bekämpfung der aktuellen Ebola-Epidemie sieht, sondern vielmehr einen Hemmschuh. "Generelle Reiseverbote, wie sie manche Länder verhängt haben, behindern die Lieferketten und die Reaktion" zur Bekämpfung des Virus, sagte der WHO-Chef. 

Seine Organisation empfehle vielmehr Kontrollen auf Flughäfen, Häfen und an Grenzen, "um das Exportieren von Fällen und Kontaktpersonen" zu verhindern. Unter anderem die USA hatten wegen der Ebola-Epidemie ein Einreiseverbot für Nicht-US-Bürger aus der DR Kongo verhängt.

Ebola verursacht Fieber mit Blutungen und wird über Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch wird durch die Virusvariante Bundibugyo verursacht, gegen die es bislang weder eine spezifische Behandlung noch einen zugelassenen Impfstoff gibt.

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