Brennpunkte

Russland setzt Oreschnik-Rakete in Ukraine ein

  • dts - 24. Mai 2026, 11:36 Uhr
Bild vergrößern: Russland setzt Oreschnik-Rakete in Ukraine ein
Fahne von Russland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Moskau/Kiew (dts Nachrichtenagentur) - Russland hat die Ukraine in der Nacht zu Sonntag mit massiven Raketengriffen überzogen. Wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium berichtet, sollen die Systeme Oreschnik, Iskander, Kinschal und Zirkon eingesetzt worden sein. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Russland zuvor bereits vorgeworfen, eine Hyperschallrakete bei dem Angriff eingesetzt zu haben.

Russland sprach von Angriffen gegen militärische Kommandozentralen, Luftwaffenstützpunkte und Rüstungsbetriebe, während Kiew Angriffe auf zivile Ziele meldete. Laut Selenskyj wurden bei der Angriffswelle mindestens 83 Personen verletzt. Insgesamt seien 600 Drohnen und 90 Raketen eingesetzt worden, die hauptsächlich auf Kiew abzielten. Mindestens vier Menschen kamen ukrainischen Angaben zufolge ums Leben.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Angriffe seien eine Reaktion auf Angriffe auf zivile Ziele in Russland gewesen. Russische Beamte hatten gemeldet, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim in der von Russland kontrollierten Region Luhansk 18 Menschen getötet worden sein sollen. Das ukrainische Militär bestritt die Verantwortung für den Angriff und erklärte, es habe eine Elite-Drohnenkommandountereinheit in der Gegend getroffen.

Die Oreschnik-Mittelstreckenrakete, die bei den nächtlichen Angriffen zum Einsatz kam, kann sowohl nukleare als auch konventionelle Sprengköpfe tragen. Unter dem mittlerweile nicht mehr in Kraft befindlichen INF-Vertrag war ihre Entwicklung verboten.

Weitere Meldungen

Afghanistan wirft Pakistan tödliche Luftangriffe vor

Kabul (dts Nachrichtenagentur) - Die afghanische Taliban-Regierung hat Pakistan vorgeworfen, bei Luftangriffen auf die Grenzprovinzen Kunar, Chost und Paktika mindestens 13

Mehr
Merz erwartet kein schnelles Ende des Iran-Kriegs

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) rechnet offenbar nicht mit einem schnellen Ende des Iran-Krieges. Wie die "Rheinische Post" berichtet, sagte

Mehr
Ausschreitungen in Belfast nach Protesten gegen Messerangriff

Belfast (dts Nachrichtenagentur) - In der nordirischen Hauptstadt Belfast ist es nach Protesten gegen einen Messerangriff zu schweren Ausschreitungen gekommen. Berichten zufolge

Mehr

Top Meldungen

DIW-Chef kritisiert DGB-Vorstoß zu Betriebsrenten

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) kritisiert den Vorstoß des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und von

Mehr
Grüne kritisieren Bas für Steuerentlastungs-Versprechen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Grünen kritisieren die Äußerung von SPD-Chefin Bärbel Bas scharf, wonach eine Steuerreform mindestens eine Entlastung der Steuerzahler

Mehr
Grünen-Wirtschaftsflügel für höhere Erbschaft- und Einkommensteuer

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Chef der Wirtschaftsvereinigung der Grünen, Karl Haeusgen, spricht sich für eine Erhöhung der Einkommen- und Erbschaftsteuer aus. "Der

Mehr