Politik

Rechtskandidatin Fujimori und Linkskandidat Sánchez in Stichwahl um Präsidentenamt in Peru

  • AFP - 17. Mai 2026, 18:40 Uhr
Bild vergrößern: Rechtskandidatin Fujimori und Linkskandidat Sánchez in Stichwahl um Präsidentenamt in Peru
Fujimori (l.) und Sánchez
Bild: AFP

In Peru gehen nach der chaotischen ersten Runde der Präsidentschaftswahl die rechtsgerichtete Kandidatin Fujimori und der linksgerichtete Kandidat Sánchez in die Stichwahl. Das geht aus dem Endergebnis des ersten Wahlgangs hervor.

In Peru gehen nach der chaotischen ersten Runde der Präsidentschaftswahl die rechtsgerichtete Kandidatin Keiko Fujimori und der linksgerichtete Kandidat Roberto Sánchez in die Stichwahl. Das geht aus dem am Sonntag veröffentlichten Endergebnis des ersten Wahlgangs hervor. Fujimori, die Tochter des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori, kam demnach auf 17,1 Prozent der Stimmen, gefolgt von Sánchez mit 12,0 Prozent.

Sánchez setzte sich mit einem Vorsprung von lediglich 21.209 Stimmen gegen den ultrakonservativen Kandidaten Rafael López Aliaga durch: Der frühere Bürgermeister von Lima landete mit 11,9 Prozent auf Platz drei.

Bei der ersten Wahlrunde am 12. April hatten Verzögerungen bei der Lieferung von Wahlunterlagen mehr als 50.000 Menschen an der Stimmabgabe gehindert. Vielen Wahllokale blieben daher länger geöffnet oder öffneten am nächsten Tag erneut. Eine Wahlbeobachtermission der EU sprach nach dem Urnengang von "schwerwiegenden Mängeln". Belege für gezielten Wahlbetrug, wie ihn der unterlegene Kandidat López Aliaga seitdem wiederholt beklagt hatte, fanden sie allerdings nicht.

Vor der Stichwahl am 7. Juni wird nun ein hitziger Wahlkampf erwartet: Die 50-jährige Fujimori, die als Unterstützerin von US-Präsident Donald Trump gilt, tritt bereits zum vierten Mal bei einer Präsidentschaftswahl an. Für den 57-jährigen Sánchez ist es die erste Kandidatur. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft, weil er bei der Wahlbehörde falsche Angaben gemacht haben soll. Sie fordert eine Haftstrafe von fünf Jahren und vier Monaten.

Weitere Meldungen

Linkspartei ruft zu weiteren Protesten gegen Sozialreformen auf

Die Linkspartei hat zu weiteren Protesten gegen die von der Regierung geplanten Sozialreformen aufgerufen. "Heute tagt die Rentenkommission der Regierung das letzte Mal", sagte

Mehr
"Kein Sicherheitsrisiko": EU-Kommission kritisiert US-Sperre für KI-Modelle

Nach der Sperre der KI-Modelle Mythos und Fable wohl auf Anweisung der US-Regierung hat die EU-Kommission Washington zur Zusammenarbeit aufgerufen. "Europa ist eine

Mehr
Straße von Hormus: Bundesregierung bekräftigt Ziel einer gebührenfreien Durchfahrt

Nach der Einigung auf eine mögliche Vereinbarung zum Ende des Iran-Kriegs hat die Bundesregierung die Notwendigkeit einer gebührenfreien Durchfahrt durch die wirtschaftlich

Mehr

Top Meldungen

IW-Studie: Bis 2036 fehlen 4,3 Millionen Arbeitskräfte in Deutschland

Der Renteneintritt der sogenannten Babyboomer trifft den deutschen Arbeitsmarkt laut einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) stärker als bislang

Mehr
Krings: Union und SPD werden Arbeitszeitreform lösen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der stellvertretende Unionsfraktionschef Günter Krings ist zuversichtlich, dass Union und SPD beim Thema Arbeitszeitreform auf Grundlage des

Mehr
Blessing fordert mehr private Investitionen in Infrastruktur

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Der Investitionsbeauftragte des Bundeskanzlers, Martin Blessing, fordert eine stärkere Beteiligung privater Investitionen an der

Mehr