Gesundheit

"Hondius" soll am frühen Morgen Teneriffa erreichen - Ausschiffung ab 8.00 Uhr geplant

  • AFP - 10. Mai 2026, 00:23 Uhr
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Medienvertreter erwarten in Granadilla die Ankunft der "Hondius"
Bild: AFP

Das von einem tödlichen Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff 'Hondius' soll am frühen Sonntagmorgen vor der Kanareninsel Teneriffa eintreffen. Wie der Veranstalter Oceanwide Expeditions am Samstag mitteilte, wurde das Schiff gegen 5.30 Uhr (Ortszeit; 6.30 MESZ) im Hafen von Granadilla erwartet.

Das von einem tödlichen Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff "Hondius" soll am frühen Sonntagmorgen vor der Kanareninsel Teneriffa eintreffen. Wie der Veranstalter Oceanwide Expeditions am Samstag mitteilte, wurde das Schiff gegen 5.30 Uhr (Ortszeit; 6.30 MESZ) im Hafen von Granadilla erwartet. Alle Passagiere sowie einige Besatzungsmitglieder sollten demnach ab etwa 8.00 Uhr (Ortszeit; 9.00 Uhr MESZ) mit Booten an Land gebracht werden. 

Nach der Ausschiffung sollten die Betroffenen "unverzüglich zu den ihnen zugewiesenen Flugzeugen gebracht werden", hieß es weiter. Anschließend werden sie in ihre Heimatländer ausgeflogen. 

Auf Drängen der örtlichen Behörden soll die "Hondius" aus Sicherheitsgründen nicht in den kleinen Industriehafen Granadilla de Abona einlaufen, sondern vor der Insel ankern. Ein Teil der Besatzung soll den Angaben zufolge an Bord bleiben und später mit dem Schiff in die Niederlande fahren. 

"Spanien ist bereit und vorbereitet", sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Ghebreyesus bei einer Pressekonferenz im Hafen von Granadilla. Der WHO-Chef war am Samstag auf die Kanareninsel gereist, wo er die Evakuierung des Kreuzfahrtschiffes beaufsichtigen soll.      

Spaniens Gesundheitsministerin Mónica García Gómez hatte zuvor erklärt, die "Hondius" solle am Sonntagmorgen "zwischen 4.00 und 06.00 Uhr" eintreffen. 

Auch wenn keiner der Menschen an Bord des Schiffes derzeit Symptome hat, gelten sie aufgrund der langen Inkubationszeit des Hantavirus' als "Hochrisikokontakte". 

Laut WHO wurde mittlerweile in sechs von acht Verdachtsfällen eine Infektion mit dem von Mensch zu Mensch übertragbaren Andes-Virusstamm bestätigt. Drei Menschen sind bisher an dem Virus gestorben, darunter eine Deutsche.

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