Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bauindustrie hat der schwarz-roten Bundesregierung vorgeworfen, für Wohnungsbau und Infrastruktur nicht genug zu tun. Schwarz-Rot befinde sich leider immer noch im Ankündigungs- und nicht im Umsetzungsmodus, heißt es in einer Zwischenbilanz zum ersten Regierungsjahr des Kabinetts Merz.
Das berichtet das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" unter Berufung auf eine Mitteilung des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB). Unmittelbar vor dem Tag der Bauindustrie kritisierte HDB-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller demnach: "Die Bundesregierung sendet Signale und wir hören die Botschaft: Schwarz-Rot möchte den Wohnungsbau voranbringen und endlich mehr Infrastruktur bauen. Die Botschaften klingen gut und wir möchten sie glauben - doch die Regierung macht es uns schwer."
Schwarz-Rot wirke wie gelähmt, obwohl im Koalitionsvertrag "so viele gute Dinge" vereinbart worden seien. Der große Reformturbo lasse auf sich warten. Das sei bitter, weil große Teile der Bevölkerung genau diesen erwarteten, erklärte Müller. Auch die Baubranche erwarte ihn, denn sie habe heute zu wenige Aufträge im Infrastrukturbereich, während die Sorge um eine ausreichende Finanzierung bei den Maßnahmenträgern wieder zunehme.
Wirtschaft
Bauindustrie zieht nach einem Jahr Merz ernüchterte Bilanz
- dts - 7. Mai 2026, 06:14 Uhr
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