Wirtschaft

Bahn trennt sich nach weniger als vier Monaten von Finanzvorständin Dohm

  • AFP - 27. März 2026, 06:32 Uhr
Bild vergrößern: Bahn trennt sich nach weniger als vier Monaten von Finanzvorständin Dohm
Logo der DB
Bild: AFP

Die Bahn hat sich nach weniger als vier Monaten von Finanzvorständin Karin Dohm getrennt. Die Entscheidung sei 'einvernehmlich' und 'ausdrücklich nicht aufgrund der in der Öffentlichkeit diskutierten Vorwürfe oder Mutmaßungen' getroffen worden.

Die Deutsche Bahn (DB) hat sich nach weniger als vier Monaten von Finanzvorständin Karin Dohm getrennt. Die Entscheidung sei "einvernehmlich" und "ausdrücklich nicht aufgrund der in der Öffentlichkeit diskutierten Vorwürfe oder Mutmaßungen" getroffen worden, hieß es am Donnerstag in einer Erklärung der DB. "Zweifel an der fachlichen Qualifikation, Integrität oder ordnungsgemäßen Amtsführung von Frau Dohm bestehen nicht", hieß es weiter.

Dohm hatte ihr Amt als Finanzvorständin der DB zum Dezember 2025 angetreten. Knapp drei Monate später hatten Medien ihre bevorstehende Abberufung gemeldet. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete Ende März aus einem Schreiben des DB-Vorstands an Aufsichtsratschef Werner Gatzer. "Das Vertrauensverhältnis eines jeden Einzelnen zu Frau Dohm ist nachhaltig, tiefgreifend und unwiederbringlich gestört", zitierte die "SZ" aus dem Brief.

Die Bahn erklärte nun, der Aufsichtsrat habe sich "eingehend" mit den öffentlich diskutierten Vorwürfen und Mutmaßungen befasst. Vor diesem Hintergrund "besteht kein Anlass für einen Vertrauensentzug", hieß es in der Erklärung. Vielmehr seien die ersten Monate der Zusammenarbeit "von einer Phase vertiefter Abstimmungen über die Ausgestaltung von Entscheidungsprozessen, Zuständigkeiten und Steuerungsmechanismen geprägt" gewesen. Dabei habe sich gezeigt, dass unterschiedliche Vorstellungen über die zukünftige Ausgestaltung der Funktion sowie zentrale Fragen der Unternehmensentwicklung bestehen".

Dohm hatte als Finanzchefin bei der Baumarktkette Hornbach gearbeitet und war dann im Frühjahr 2025 zum Autozulieferer Conti gewechselt, wo sie aber auch nur wenige Monate blieb.

Weitere Meldungen

Spritpreis-Taskforce: Weitere Entlastungen frühestens in mehreren Wochen

Die Regierungskoalition will angesichts der gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreise vorerst keine weiteren Entlastungen für Verbraucher auf den Weg bringen. Die Bundesregierung

Mehr
Bundesrat macht Weg frei für Erleichterung der Jagd auf Wölfe

Die gesetzlichen Regelungen zum Jagd auf den Wolf in Deutschland werden gelockert. Der Bundesrat stimmte am Freitag in Berlin einer Aufnahme des Wolfs ins Jagdgesetz zu. Das

Mehr
Deutsche Bahn macht erneuten Milliardenverlust - Palla sieht aber "Trendwende"

Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr unter dem Strich erneut einen Milliardenverlust gemacht. Nach Steuern blieb ein Minus von 2,3 Milliarden Euro, wie aus dem am Freitag

Mehr

Top Meldungen

Gabriel Felbermayr in Rat der Wirtschaftsweisen berufen

Der österreichische Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Felbermayr ist in den Rat der Wirtschaftsweisen berufen worden. Das teilte das Gremium am Freitag mit. Der Direktor des

Mehr
Seeheimer Kreis will Rentengelder auch in Start-ups anlegen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In einem Positionspapier des "Seeheimer Kreises" schlagen drei SPD-Politiker einen schrittweisen Einstieg in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge

Mehr
Spahn will Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel streichen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In der Debatte um Änderungen der Mehrwertsteuersätze in Deutschland hat Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) eine komplette Streichung der

Mehr