Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat von staatlichen Maßnahmen für eine Spritpreissenkung abgeraten. "Von einem Tankrabatt sollte man unbedingt die Finger lassen", sagte Grimm dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".
Die Wirtschaftswissenschaftlerin hält eine Preissenkung für das falsche Signal. "Das ist keine gute Idee, da wir ja aktuell vor einer Knappheitssituation stehen. Das weltweite Angebot wird deutlich sinken, 20 Prozent der globalen Öl- und Flüssiggastransporte gehen durch die Straße von Hormus", so Grimm: "Daher müssen wir die Anreize hochhalten, um die Nachfrage zu drosseln, sonst verschärfen wir die Krise noch." Sie wandte sich auch grundsätzlich gegen staatliche Eingriffe in Krisenlagen: "Eigentlich müsste man den Menschen deutlich kommunizieren, dass der Staat nicht jedes Risiko absichern kann."
Grimm warnte zudem davor, Krisen durch staatliche Eingriffe auf Kosten der jungen Generation zu lösen. Diese sei durch immense Schulden und die Zweckentfremdung der Mittel schon mehr als genug belastet. Spielräume für zusätzliche Schulden seien nicht mehr groß.
Wirtschaft
Wirtschaftsweise Grimm warnt vor Tankrabatt
- dts - 18. März 2026
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