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Oscars: "One Battle After Another" triumphiert über "Blood & Sinners"

  • AFP - 16. März 2026, 05:05 Uhr
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Besatzung und Crew von "One Battle After Another"
Bild: AFP

Triumph für 'One Battle After Another' bei den diesjährigen Oscar-Verleihungen: Der satirische Action-Thriller wurde am Sonntag (Ortszeit) in Hollywood als bester Film ausgezeichnet. Insgesamt räumte 'One Battle After Another' in sechs Kategorien ab.

Triumph für "One Battle After Another" bei den diesjährigen Oscar-Verleihungen: Der satirische Action-Thriller wurde am Sonntag (Ortszeit) in Hollywood als bester Film ausgezeichnet. Insgesamt räumte "One Battle After Another" in sechs Kategorien ab, US-Regisseur Paul Thomas Anderson erhielt dafür seinen ersten Oscar. 

"Für so etwas lasst Ihr einen Mann ganz schön hart arbeiten", sagte der 55-jährige Anderson, der im Laufe seiner Karriere bereits 14 Mal für den US-Filmpreis nominiert war. Der politisch hoch aktuelle Film mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle handelt von einem Mann, der früher mit einer Widerstandsgruppe gegen die US-Einwanderungspolizei gekämpft hat und nun seine Tochter vor einem Extremisten retten will.

US-Schauspieler Sean Penn erhielt für die Rolle des radikalen Colonel Steven Lockjaw den Oscar als bester männlicher Nebendarsteller - seinen dritten Oscar insgesamt. Der 65-Jährige, der als Hollywood-Rebell gilt, nahm an der Gala allerdings nicht persönlich teil. Nach Angaben der "New York Times" hielt er sich in Europa auf, wo er die Ukraine besuchen wollte.

Der zunächst als Favorit ins Rennen gegangene Vampir-Horrorfilm "Blood & Sinners" wurde vier Mal ausgezeichnet - unter anderem mit Michael B. Jordan als bester Hauptdarsteller. Regisseur Ryan Coogler gewann zudem den Oscar für das beste Originaldrehbuch.

"Blood & Sinners" handelt von Zwillingsbrüdern - beide gespielt von Michael B. Jordan - die vor dem Hintergrund der Rassentrennung in den USA in den 1930er Jahren gegen übernatürliche Mächte und Rassisten kämpfen. Der Film war in 16 Kategorien nominiert. Das war ein Rekord in der Geschichte der Oscars, die in diesem Jahr zum 98. Mal verliehen wurden.

Der Preis für die beste Hauptdarstellerin ging an die irische Schauspielerin Jessie Buckley. Sie gewann den Oscar für ihre Rolle in der von Kritikern viel gelobten Tragödie "Hamnet". In dem Film spielt sie Agnes, die Frau des britischen Dramatikers William Shakespeare, die den gemeinsamen Sohn Hamnet an die Pest verliert. 

Ein deutscher Film hatte es diesmal nicht in die Endauswahl um die Academy Awards geschafft. Dafür wurden zwei deutsche Ko-Produktionen ausgezeichnet. Den Oscar für den besten internationalen Film erhielt das Familiendrama "Sentimental Value" des dänisch-norwegischen Regisseurs Joachim Trier. Daran waren die deutschen Erfolgsproduzenten Maren Ade, Janine Jackowski und Jonas Dornbach beteiligt, die mit ihrer Komödie "Toni Erdmann" 2017 zu den Oscars eingeladen worden waren.

In der Kategorie bester Dokumentarfilm gewann mit "Mr. Nobody Against Putin" ebenfalls eine deutsche Ko-Produktion. Der von ZDF und Arte mit produzierte Film von US-Regisseur David Borenstein handelt von einem russischen Lehrer, der sich nach dem russischen Großangriff auf die Ukraine im Februar 2022 der Indoktrinierung widersetzt.

Borenstein sagte bei der Entgegennahme des Preises unter dem Applaus des Publikums: "Wenn wir uns mitschuldig machen, wenn eine Regierung Menschen auf den Straßen unserer großen Städte ermordet, wenn wir nichts sagen, wenn Oligarchen die Medien übernehmen und kontrollieren (...), stehen wir alle vor einer moralischen Entscheidung. Aber zum Glück ist selbst ein Niemand mächtiger als du denkst." Er spielte damit sowohl auf die Lage in Russland an als auch auf die in den USA.

Der frühere Late-Night-Moderator Conan O'Brien moderierte die Oscar-Show. Währenddessen wurde immer wieder indirekte Kritik an US-Präsident Donald Trump laut. Während der Show ließ sich O'Brien etwa eine Krone aufsetzen und einen Hermelin umhängen. Zudem stellte er fest, das erste Mal seit 2012 sei kein Brite oder keine Britin als bester Schauspieler nominiert. "Naja, aber wenigstens nehmen wir unsere Pädophilen fest", habe das ein britischer Sprecher kommentiert. Damit spielte O'Brien auf den Skandal um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und Trumps autoritäres Gebaren an. 

Der spanische Schauspieler Javier Bardem sagte in einer Anmoderation zudem "Nein zum Krieg" im Nahen Osten und "befreit Palästina". Die Oscar-Verleihung fand vor dem Hintergrund des Iran-Krieges statt.

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