Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) äußert Bedenken daran, dass der Angriff der USA und Israel auf den Iran vom Völkerrecht gedeckt ist. Dass das Recht zur Selbstverteidigung greife, sei von Völkerrechtlern bisher nicht dargelegt, sagte Hubig dem Nachrichtenportal T-Online.
"Auf Dauer bringt uns nicht das Recht des Stärkeren weiter. Als Justizministerin ist für mich klar: Unser Ziel muss es sein und bleiben, der Stärke des Rechts zur Geltung zu verhelfen."
Das Mullah-Regime habe über Jahrzehnte Terror, Unterdrückung und Unrecht über die Iraner gebracht, so Hubig weiter. Viele hofften auf ein Ende des Regimes und auf Freiheit. "Und zugleich: Das völkerrechtliche Gewaltverbot, die territoriale Unabhängigkeit und die politische Integrität eines souveränen Staates sind zu achten."
Hubig betonte die Bedeutung der Diplomatie: "Verhandlungen sind immer besser als Bomben." Am Ende litten im Krieg immer Unschuldige. Ein Flächenbrand in der gesamten Region müsse unbedingt verhindert werden. "Deswegen noch einmal: Das Völkerrecht ist der Fortschritt des 20. Jahrhunderts. Eine regelbasierte Welt ist auf Dauer eine friedlichere Welt."
Lifestyle
Justizministerin: "Recht des Stärkeren bringt uns nicht weiter"
- dts - 4. März 2026, 04:00 Uhr
.
Weitere Meldungen
Die AfD muss der Berliner Datenschutzbeauftragten Auskunft über Werbeauftritte in sozialen Medien im Bundestagswahlkampf 2021 erteilen. Das entschied das Verwaltungsgericht
MehrDie Entschärfung einer Weltkriegsbombe an der ehemaligen Carolabrücke in Dresden nach einer großangelegten Evakuierung ist erfolgreich verlaufen. Am Mittwochnachmittag gaben
MehrParis (dts Nachrichtenagentur) - Die 32 Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) haben am Mittwoch einstimmig beschlossen, 400 Millionen Barrel Öl aus ihren
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Steffen Bilger (CDU), schließt eine Übergewinnsteuer oder direkte
MehrAngesichts der gestiegenen Energiepreise im Zuge des Iran-Krieges haben die Mitgliedsländer der Internationalen Energie-Agentur (IEA) die bislang größte Freigabe von
MehrTrotz der Pilotenstreiks bei der Lufthansa und ihrer Tochter Cityline am Donnerstag und Freitag kann die Lufthansa nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte ihres Flugprogramms
Mehr














