In einem Prozess um Abrechnungsbetrug mit Coronatests in Millionenhöhe ist ein 27-Jähriger vom Amtsgericht Hannover zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte wurde wegen siebenfachen Betrugs zu drei Jahren und fünf Monaten Gefängnis verurteilt, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag in der niedersächsischen Landeshauptstadt mitteilte. Zudem ordnete das Gericht die Einziehung des erbeuteten Betrags in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro an.
Von der Haftstrafe gilt demnach ein Monat wegen überlanger Verfahrensdauer als bereits vollstreckt. Laut Anklage rechnete der 27-Jährige zwischen März und Dezember 2022 in einem Coronatestzentrum in Hannover eine stark überhöhte Zahl von Testungen gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung ab. Demnach soll er für sein Testzentrum mehr als 1,6 Millionen Euro erhalten haben, obwohl die abgerechneten Leistungen nicht in diesem Umfang erbracht wurden.
Allein in den Monaten Juli bis September 2022 habe er für rund 70.000 angesetzte Testungen mehr als 628.000 Euro ausgezahlt bekommen. Ausgangspunkt der Ermittlungen war laut Gerichtsangaben eine Geldwäscheverdachtsmeldung. Demnach soll der Angeklagte die ausgezahlten Beträge unter anderem für Luxusgüter, Autovermietungen und Hotelaufenthalte verwendet haben.
Brennpunkte
Betrug mit Coronatests in Millionenhöhe: Fast dreieinhalb Jahre Haft in Hannover
- AFP - 10. Februar 2026, 15:30 Uhr
In einem Prozess um Abrechnungsbetrug mit Coronatests ist ein 27-Jähriger vom Amtsgericht Hannover zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Er wurde zu drei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.
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