Wirtschaft

DIHK: Jeder sechste Industriebetrieb verdient durch Verteidigungsindustrie

  • AFP - 3. April 2026, 10:45 Uhr
Bild vergrößern: DIHK: Jeder sechste Industriebetrieb verdient durch Verteidigungsindustrie
Rheinmetall-Fabrik in Unterlüß
Bild: AFP

Jeder sechste Industriebetrieb in Deutschland ist einem Medienbericht zufolge bereits in die Wertschöpfungskette der Verteidigungsindustrie eingebunden. Besonders hoch sei der Anteil im Fahrzeugbau.

Jeder sechste Industriebetrieb in Deutschland ist nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) bereits in die Wertschöpfungskette der Verteidigungsindustrie eingebunden. Besonders hoch sei der Anteil mit 36 Prozent im Fahrzeugbau, zitierte die "Wirtschaftswoche" am Freitag aus einer Sonderauswertung der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage. Demnach sehen fast ein Drittel der befragten Industrieunternehmen Chancen für das eigene Geschäftsmodell in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.

Von den über alle Industriebranchen hinweg betrachtet 17 Prozent der Unternehmen in der militärischen Wertschöpfungskette sind der Befragung zufolge längst nicht alle Betriebe auf Rüstungsgüter spezialisiert. Lediglich 2,5 Prozent aller Industriebetriebe produzieren demnach explizit militärische Güter, 6,9 Prozent fertigen sogenannte Dual-Use-Produkte - also Güter, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Weitere 7,6 Prozent sehen sich als Zulieferer der Branche.

Mit Blick auf die Zukunft planen dem Bericht zufolge über die aktuell 17 Prozent hinaus weitere 12,3 Prozent der Industriebetriebe ein Engagement im Verteidigungssektor. DIHK-Experte Rainer Kambeck sagte dem Blatt, "die Befragung spiegelt die guten Perspektiven in der Verteidigungsindustrie wider - als Folge der geopolitischen Konflikte." Die allgemeine Wirtschaftslage bleibe hingegen angespannt.

Regional gibt es laut DIHK deutliche Unterschiede: Besonders viele rüstungsnahe Unternehmen finden sich in Süddeutschland, wo der Anteil bei 21 Prozent liege. In Norddeutschland seien es 16 Prozent, im Westen 14,1 Prozent, in Ostdeutschland lediglich 8,8 Prozent.

Weitere Meldungen

Hohe Spritpreise: Ricarda Lang fordert Recht auf Homeoffice

Angesichts stark gestiegener Spritpreise hat Grünen-Politikerin Ricarda Lang zur Entlastung Beschäftigter ein Recht auf Homeoffice gefordert. "Jeder gesparte Tropfen Sprit ist

Mehr
Trump verkündet neue Zölle auf Medikamente und Metalle

US-Präsident Donald Trump hat neue Importzölle für Medikamente und Metalle verkündet. Er unterzeichnete am Donnerstag Dekrete, nach denen künftig Arzneimittel aus der

Mehr
Lufthansa und Air France-KLM bieten um portugiesische Airline TAP - IAG verzichtet

Die Lufthansa und der niederländisch-französische Luftfahrtkonzern Air France-KLM haben jeweils ein Übernahmeangebot für die portugiesische Airline TAP abgegeben. Der

Mehr

Top Meldungen

DGB lehnt Sparvorschläge der Gesundheitskommission ab

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der DGB hält die jüngsten Reformideen der Finanzkommission Gesundheit für ungeeignet. "Die Reformvorschläge sind nicht in sich schlüssig und

Mehr
SPD kritisiert "immer neue Forderungen" der Union zum Verbrenner-Aus

Die SPD hat der Union eine Blockade beim sogenannten Verbrenner-Aus vorgeworfen. "Es schadet dem Wirtschaftsstandort, dass die CDU, immerhin Kanzlerpartei, mit immer neuen

Mehr
Lang fordert Recht auf Homeoffice als Spritsparmaßnahme

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts stark gestiegener Spritpreise fordert Grünen-Politikerin Ricarda Lang ein Recht auf Homeoffice, um Beschäftigte zu entlasten. "Jeder

Mehr