Politik

CDU vor Landtagswahl in Baden-Württemberg weiter vorn - Grüne holen auf

  • AFP - 22. Januar 2026, 12:53 Uhr
Bild vergrößern: CDU vor Landtagswahl in Baden-Württemberg weiter vorn - Grüne holen auf
CDU-Logo
Bild: AFP

Gut sechs Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März haben die Grünen in der politischen Stimmung aufgeholt. Weiter vorn liegt aber die CDU mit 29 Prozent.

Gut sechs Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März haben die Grünen in der politischen Stimmung aufgeholt. In einer am Donnerstag vom Südwestrundfunk und der "Stuttgarter Zeitung" veröffentlichten repräsentativen Umfrage verringerte die Partei von Spitzenkandidat Cem Özdemir den Abstand zur CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Manuel Hagel auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Die AfD rutschte auf Platz drei ab.

Die CDU in Baden-Württemberg bleibt mit 29 Prozent in der Sonntagsfrage stärkste Kraft. Im Vergleich zur jüngsten Umfrage von Oktober blieb das CDU-Umfrageergebnis unverändert. Um drei Prozentpunkte zulegen konnten die Grünen, die nun auf 23 Prozent kommen. Die AfD gab einen Punkt ab und liegt nun bei 20 Prozent, damit rutschte sie von Platz zwei auf Platz drei.

Ein neues Allzeittief holte in der Befragung die SPD, die auf nur noch acht Prozent kommt - nach zehn Prozent im Oktober. Die Linke bleibt unverändert bei sieben Prozent, mit solch einem Ergebnis könnte sie erstmals in den Stuttgarter Landtag einziehen. Die FDP liegt bei fünf Prozent und käme damit ebenfalls erneut in den Landtag, wenn auch knapp.

Bei der letzten Landtagswahl hatten die Grünen mit ihrem vor dem Abschied stehenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann 32,6 Prozent geholt. Die CDU kam auf 24,1 Prozent, die SPD auf elf Prozent, die FDP auf 10,5 Prozent und die AfD 9,7 Prozent. Kretschmann regiert seither mit der CDU.

Ein Bündnis der beiden jetzigen Regierungsparteien ist nach dem Stand der Umfrage die weiter wahrscheinlichste Koalition, allerdings mit einem Wechsel des Ministerpräsidentenamts zur CDU. 40 Prozent der Befragten würden sich eine CDU-geführte Regierung wünschen, 32 Prozent eine von den Grünen geführte.

Bei der Frage nach dem Wunschministerpräsidenten liegt Özdemir mit 39 Prozent Zustimmung aber deutlich vor Hagel, den sich nur 19 Prozent wünschen. Der frühere Bundesminister Özdemir kann demnach vor allem von seiner großen Bekanntheit profitieren.

Während Özdemir zwei Prozentpunkte abgab, konnte Hagel seit der letzten Befragung zwei Punkte zulegen. Für die Erhebung befragte das Institut Infratest dimap vom Mittwoch vergangener Woche bis Dienstag 1168 Wahlberechtigte in Baden-Württemberg.

Weitere Meldungen

Schwerdtner kritisiert Merz' Auftritt in Davos als abgehoben

Linken-Chefin Ines Schwerdtner hat die Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beim Weltwirtschaftsforum in Davos zur Lage in Deutschland kritisiert. "Merz’ Worte in

Mehr
Zehn Prozent für alle: Institut schlägt Modell für Erbschaftsteuer vor

In der Debatte um die Neugestaltung der Erbschaftsteuer gibt es einen neuen Vorschlag von Ökonomen: Das ifo-Institut stellte am Donnerstag ein "Flat-Tax"-Modell vor. Der

Mehr
Weiter gestiegene Eigenanteile in der Pflege: Rufe nach dringenden Reformen

Angesichts weiter gestiegener Eigenanteile bei den Pflegekosten haben Sozialverbände und Patientenschützer die Politik dringend zum Handeln aufgefordert. "Für immer mehr

Mehr

Top Meldungen

BSW-Chef De Masi verteidigt Mercosur-Abstimmung im EU-Parlament

Straßburg (dts Nachrichtenagentur) - Der BSW-Bundesvorsitzende und Europaabgeordnete Fabio De Masi hat Kritik an der Mercosur-Abstimmung im EU-Parlament zurückgewiesen. De Masi

Mehr
Verdi ruft zu Streiks im Gesundheitswesen auf

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Dienstag zu einem Branchenstreiktag im Gesundheitswesen aufgerufen. Grund dafür sei das fehlende

Mehr
Grönland-Konflikt: Exportwirtschaft nach Trump-Wende erleichtert

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die deutsche Exportwirtschaft hat erleichtert auf das Einlenken von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Konflikt reagiert. "Natürlich ist es

Mehr