Wirtschaft

VC ruft am Donnerstag und Freitag zu Streiks bei Lufthansa auf

  • dts - 10. März 2026, 18:53 Uhr
Bild vergrößern: VC ruft am Donnerstag und Freitag zu Streiks bei Lufthansa auf
Lufthansa-Flugzeuge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Die Vereinigung Cockpit (VC) ruft zu Streiks bei Lufthansa auf. Das teilte die Gewerkschaft am Dienstag auf.

Bestreikt werden sollen Flüge der Lufthansa Cargo sowie der Lufthansa Passage, die am Donnerstag und Freitag von deutschen Flughäfen starten. Am Donnerstag sollen zudem Flüge der Lufthansa Cityline bestreikt werden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation im Nahen Osten sollen Flüge aus Deutschland in die Region ausdrücklich vom Streik ausgenommen werden.

Die Gewerkschaft begründet die Arbeitskampfmaßnahmen mit gescheiterten Tarifverhandlungen über Vergütungsfragen bei der Lufthansa Cityline und über die betriebliche Altersversorgung der Piloten bei Lufthansa und Lufthansa Cargo. Bis 2017 erhielten Piloten eine klassische Betriebsrente mit garantierten Auszahlungen. Diese wurde auf Drängen des Arbeitgebers durch ein kapitalmarktfinanziertes Modell ersetzt, das das frühere Versorgungsniveau deutlich verfehle, hieß es.

"Wir hätten eine weitere Eskalation sehr gerne vermieden", sagte VC-Präsident Andreas Pinheiro. "Aber es liegt weiterhin kein Angebot vor. Es hilft nicht, wenn die Gegenseite nur Gesprächsbereitschaft signalisiert, aber nicht über substanzielle Verbesserungen der betrieblichen Altersversorgung sprechen möchte."

Seit August 2025 verhandelt die Tarifkommission über einen neuen Vergütungstarifvertrag. Mehrere Verhandlungsrunden blieben laut Gewerkschaft "ohne verhandlungsfähiges Angebot des Arbeitgebers". Zwar hat Lufthansa Cityline der VC in einem Sondierungsgespräch am 25. Februar erstmals ein Angebot ohne Forderung nach Gegenfinanzierung unterbreitet. Doch die Vereinigung Cockpit ist der Ansicht, dass dieses nicht nur deutlich hinter den Forderungen zurückbleibt, sondern wegen der Forderung nach einer absoluten Friedenspflicht "völlig inakzeptabel" ist.

Man habe "lange genug ohne Angebot verhandelt", sagte Arne Karstens, Sprecher der Group-Tarifkommission (GTK). "Sieben Verhandlungsrunden, lange Bedenkzeiten und sogar ein vermittelndes Angebot - all das hat der Arbeitgeber verstreichen lassen. Jetzt reden wir erst weiter, wenn ein verhandlungsfähiges Angebot vorliegt."

Weitere Meldungen

Hubig will Spritpreis-Erhöhungen nur noch einmal täglich

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Wegen der stark gestiegenen Spritpreise hat sich Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) dafür ausgesprochen, Erhöhungen nur noch einmal

Mehr
Gewerkschaft ruft zu Streiks bei Lufthansa und Cityline am Donnerstag und Freitag auf

Passagiere der Lufthansa und ihrer Tochter Cityline müssen sich am Donnerstag und Freitag auf Flugstreichungen und -verspätungen einstellen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung

Mehr
Linke fordert VW-Vorstand zur Weitergabe von Boni an Belegschaft auf

Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) - Die Linke fordert den Volkswagen-Vorstand auf, auf seine Bonuszahlungen zu verzichten. "Die Boni müssen zurückgezahlt und als Prämien an

Mehr

Top Meldungen

CDU-Wirtschaftsrat mahnt Stromsteuersenkung an

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten durch den Iran-Krieg erinnert der Wirtschaftsrat der CDU die Regierung an das Versprechen der

Mehr
Erleicherung an den Börsen - trotz gesunkenen Ölpreises aber kein billigerer Sprit

US-Präsident Donald Trump hat ein baldiges Kriegsende angedeutet, die Öl- und Gaspreise sind daraufhin deutlich gesunken und die Börsen starteten mit Kursgewinnen in den

Mehr
GKV-Ausgaben steigen erneut deutlich stärker als die Einnahmen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind 2025 erneut deutlich stärker gestiegen als die Beitragseinnahmen. Das Ausgaben-Plus betrug 7,8

Mehr