Brennpunkte

Bundesregierung beruft Migrationsbotschafter für Drittstaatenlösung

  • AFP - 14. Januar 2026, 14:28 Uhr
Bild vergrößern: Bundesregierung beruft Migrationsbotschafter für Drittstaatenlösung
Migranten in Deutschland
Bild: AFP

Mit einem neu berufenen Migrationsbotschafter will die Bundesregierung die Rückführung abgelehnter Asylbewerber beschleunigen. Der Diplomat Ludwig Jung werde vom Auswärtigen Amt ins Bundesinnenministerium wechseln.

Mit einem neu berufenen Migrationsbotschafter will die Bundesregierung die Rückführung abgelehnter Asylbewerber beschleunigen. Der Diplomat Ludwig Jung werde vom Auswärtigen Amt ins Bundesinnenministerium wechseln und dort am 19. Januar den neuen Posten antreten, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums am Mittwoch in Berlin mit. Jung solle sich "insbesondere um das Vorantreiben innovativer Lösungen" zur Rückführung in Drittstaaten außerhalb der EU kümmern.

Der Fokus des neuen Migrationsbotschafters soll dem Ministerium zufolge darauf liegen, Menschen ohne Bleiberecht in Deutschland in anderen Staaten unterzubringen - dazu sollen auch die rechtlich umstrittenen Modelle zur Rückführung in Drittstaaten gehören. Aktuell sei die Bundesregierung "in Gesprächen mit den EU-Mitgliedstaaten über innovative Modelle zum Thema Drittstaatenlösung", sagte die Sprecherin des Bundesinnenministeriums weiter.

Die Bundesregierung arbeitet wie einige andere EU-Staaten daran, abgelehnte Asylbewerber, die nicht ohne weiteres in ihr Heimatland abgeschoben werden können, in Drittstaaten außerhalb der EU unterzubringen - und sie von dort möglicherweise in ihre Herkunftsländer zurückzuführen. Sie erhofft sich dadurch unter anderem, den Reiz zur Migration nach Deutschland zu dämpfen und so die irreguläre Migration weiter zu senken. Rechtlich sind solche Drittstaaten-Modelle aber umstritten, Kritiker stufen sie als rechtswidrig ein.

Weitere Meldungen

Frau in Baden-Württemberg getötet - 46-jähriges Familienmitglied festgenommen

In Baden-Württemberg ist eine 58-Jährige Opfer eines Tötungsdelikts geworden. Die Frau wurde am frühen Dienstagmorgen mit schweren Verletzungen auf offener Straße in

Mehr
Deutschland überprüft Handelsbeziehungen zu Iran - Reaktion auf US-Zölle

Angesichts der von den USA angekündigten Strafzölle gegen Handelspartner des Iran will die Bundesregierung die deutschen Handelsbeziehungen zu der islamischen Republik

Mehr
Thüringen: Bewährungsstrafe für Mutter wegen Tötung von neugeborenem Baby

Das Landgericht Erfurt hat eine Mutter wegen der Tötung ihres neugeborenen Babys zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Schuldig gesprochen wurde sie

Mehr

Top Meldungen

Verdi pocht auf deutliche Lohnsteigerungen für Länderbeschäftigte

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi drängt vor der zweiten Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder auf ein

Mehr
Tanken erneut teurer als in der Vorwoche

München (dts Nachrichtenagentur) - Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind in der vergangenen Woche erneut gestiegen. Laut einer aktuellen Auswertung des ADAC kletterte der

Mehr
Bundesregierung fehlt weiter Geld für den Bahnausbau

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bis ins Jahr 2029 fehlen dem Bundesverkehrsministerium zwei Milliarden Euro, um fertig geplante Bahnprojekte umzusetzen. Das geht aus der Antwort

Mehr